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| Ausbildung
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Nachrichtenlehrgang für U-Wachoffiziere
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| Der Nachrichtenlehrgang für Unterseeboot-Wachoffiziere bildete in der Regel den abschließenden Teil der landbasierten Fachausbildung für Offiziere. Während die allgemeine Ausbildung die Grundlagen legte, war dieser Kurs speziell auf die operativen Erfordernisse des U-Boot-Krieges und die Rolle als verantwortlicher Nachrichtenoffizier zugeschnitten.
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| Einordnung und Ablauf
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| Historie & Standort: |
Mit der Professionalisierung der Funkführung ab 1935 etabliert. Der Lehrgang fand an der Marinenachrichtenschule in Flensburg-Mürwik statt.
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| Zeitpunkt: |
Der Kurs schloss sich oft an den U-Sperrlehrgang an und bildete das Finale der spezialisierten Ausbildungsgänge an Land, bevor die Versetzung zur Front erfolgte.
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| Dauer: |
Für diesen spezifischen Wachoffizierskurs war ein Zeitraum von etwa drei bis vier Wochen vorgesehen.
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| Spezifische Ausbildungsinhalte
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| Verschlüsselung (Enigma M): |
Intensive Schulung im Umgang mit der Schlüsselmaschine Enigma. Der W.O. musste das „Schlüsseln“ fehlerfrei beherrschen, da Fehlbedienungen die Entschlüsselung durch den B.d.U. unmöglich machten.
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| Kurzsignale & Disziplin: |
Training im Gebrauch des Kurzsignalheftes zur Komprimierung von Lagemeldungen (Position, Gegner, Wetter) in minimale Funkimpulse. Ziel war die Erschwerung der gegnerischen Funkpeilung durch strikte Signaldisziplin.
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| Funkraum-Aufsicht: |
Ausbildung zum direkten Vorgesetzten der Funkmeister und Funkmaaten. Koordination des Informationsflusses aus der Funkmessbeobachtung (Radarwarnung) direkt an den Kommandanten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Hauptaufgabe des II. W.O.: |
Auf einem Frontboot war traditionell der II. Wachoffizier als Nachrichten-Offizier für die Ent- und Verschlüsselung der Befehle des B.d.U. sowie die Verwaltung der Geheimsachen verantwortlich.
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| Operative Sicherheit: |
Die Beherrschung der Funkdisziplin war überlebenswichtig. Der Lehrgang stellte sicher, dass Funksprüche so kurz wie möglich abgesetzt wurden, um dem Gegner keine Peilmöglichkeiten zu bieten.
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| Personalhistorie: |
In den Stammrollen kennzeichnet dieser Lehrgang die finale Qualifikation für die Rolle des „Nachrichten-Offiziers“ an Bord und die sichere Vernichtung der Schlüsselunterlagen bei drohender Kaperung.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 123 |
Akten der Marinenachrichtenschulen. Beinhaltet Lehrgangspläne für die spezialisierte Enigma-Schulung und Kurzsignal-Übungen.
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| BArch RM 7 / 845 |
Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Funkführung der U-Boote und taktischen Anweisungen für Nachrichtenoffiziere.
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| BArch PERS 6 |
Personalunterlagen der Seeoffiziere mit Nachweisen über die Absolvierung der Fachlehrgänge in Flensburg-Mürwik.
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| Literaturverweise
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| Bonatz, Heinz |
"Die deutsche Marine-Funkaufklärung 1914–1945". (Details zur Ausbildung und taktischen Bedeutung der Funkdisziplin).
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Nachrichtenschule und Ausbildung).
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| Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim |
"Der U-Boot-Krieg 1939-1945" (Informationen zur Aufgabenverteilung der Wachoffiziere an Bord).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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