Aktionen

2. U-Flottille SALTZWEDEL

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 18. Februar 2026, 16:36 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

1. U-Flottille Weddigen ← 2. U-Flottille Saltzwedel → 3. U-Flottille Lohs

Verband 2. Unterseebootsflottille „SALTZWEDEL“
Die 2. U-Flottille wurde am 01.09.1936 als Ausbildungs- und Frontflottille in Wilhelmshaven formiert. Benannt wurde sie nach Oberleutnant zur See Reinhold Saltzwedel, einem hochdekorierten U-Boot-Kommandanten (Pour le Mérite) des Ersten Weltkriegs. Die Flottille bildete mit den großen Booten des Typs I A und VII A das schlagkräftige Rückgrat der frühen Hochsee-U-Boot-Waffe.
Stammdaten & Feldpost
Zeitraum: 01.09.1936 – 31.12.1939.
Standort: Wilhelmshaven.
Feldpostnummer: M - 25 522.
Flottillenchefs
09.1936 – 07.1937: Fregattenkapitän Werner Scheer.
07.1937 – 12.1939: Korvettenkapitän Hans Ibbeken.
Boote der Flottille
Frontboote: U 25, U 26, U 27, U 28, U 29, U 30, U 31, U 32, U 33, U 34, U 36.
Bootstypen: Typ I A (U 25, U 26) und Typ VII A.
Spezifische Besonderheiten & Geschichte
Namensgeber: Reinhold Saltzwedel (Kommandant von UB 10, UC 10, UC 11, UC 21, UC 71 und UB 81), gefallen am 02.12.1917. Er versenkte im I. Weltkrieg 111 Schiffe.
Historischer Erfolg: Das Flottillenboot U 30 (Lemp) versenkte am 03.09.1939 das Passagierschiff Athenia – der erste (und umstrittene) Versenkungserfolg des II. Weltkriegs.
Reorganisation: Zum 31.12.1939 wurden die Einheiten der Flottille „Saltzwedel“ und der Flottille „Hundius“ offiziell zur neuen 2. U-Flottille (Front) verschmolzen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Typ I A Erprobung: Die Flottille war maßgeblich an der Erprobung der problematischen Typ I A Boote beteiligt, die als Vorläufer der späteren Typ IX Langstreckenboote dienten.
Ausbildungselite: Unter Scheer und Ibbeken wurden taktische Verfahren entwickelt, die später für die ersten Rudelangriffe im Atlantik entscheidend waren.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 31 Akten der Unterseebootsflottillen (Kriegstagebücher und Aufstellungsbefehle der 2. U-Flottille).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Meldungen über die ersten Unternehmungen im Nordatlantik 1939).
BArch PERS 6 Personalunterlagen (Nachweise zur Verwendung von Werner Scheer und Hans Ibbeken).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, U-Boot-Verbände).
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939–1945: Die deutschen U-Boot-Kommandanten".
Herzog, Bodo "Deutsche U-Boote 1906–1966" (Organisatorische Übersichten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132

1. U-Flottille Weddigen ← 2. U-Flottille Saltzwedel → 3. U-Flottille Lohs