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Schriftoffizier

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Datenblatt Schriftoffizier
Auf einem größeren Überwasserschiff war der Schriftoffizier (manchmal auch als Adjutant oder Schriftwart bezeichnet) der Leiter der Schreibstube und der zentrale Verwalter des gesamten bürokratischen Apparats an Bord.
Aufgaben und Funktionen
Geheimschutz: Verantwortlich für die Verwahrung und Verteilung der Geheimsachen (Gkdos), Verschlüsselungsunterlagen und vertraulichen Dienstvorschriften in der Panzerkammer des Schiffes.
Kriegstagebuch (KTB): Er war die rechte Hand des Kommandanten bei der formalen Führung des KTB. Er sammelte die Meldungen der Abteilungen und brachte sie in die amtliche Form für das Marinearchiv.
Personalverwaltung: Führung der Stammrollen und Personalunterlagen der gesamten Besatzung (oft in Zusammenarbeit mit dem Wachtmeister). Er bereitete Beförderungslisten und Auszeichnungsvorschläge nach M.Dv. 32 vor.
Dienstpost: Leitung der Bordpoststelle, Abwicklung des Funk- und Signalverkehrs-Schriftguts sowie der Feldpost.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Verwaltungsschule: Viele Offiziere, die später in den Stäben des B.d.U. oder der U-Flottillen für die Organisation zuständig waren, lernten ihr Handwerk als Schriftoffizier auf großen Einheiten.
Dokumentenechtheit: Ohne die präzise Arbeit der Schriftoffiziere auf den Begleitschiffen oder Tendern gäbe es heute kaum verwertbare Personalunterlagen im BArch PERS 6 über die Besatzungen.
Quellenangabe - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 92 / RM 10 Schiffs-KTB. Hier finden sich oft administrative Anlagen, die vom Schriftoffizier gegengezeichnet sind.
BArch RHD 18 Druckschriften. Die M.Dv. 200 (Bordordnung) definiert exakt den Dienstbereich des Schriftoffiziers.
BArch PERS 6 Personalakten. Werdegänge von Offizieren der Verwaltungslaufbahn (V), die diese Position bekleideten.
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Marineverwaltung).
Hermann Teske (Hrsg.) Die deutschen Marinen 1848–1945. (Kapitel über die Bordorganisation).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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