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| Datenblatt
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Leiter der Fahrausbildung
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| In der U-Boot-Waffe war der Leiter der Fahrausbildung (oft auch als Ausbildungsleiter für seemännische und taktische Ausbildung bezeichnet) eine Schlüsselfigur in der Endphase der Ausbildung neuer Besatzungen. Er war dafür verantwortlich, dass Kommandanten und ihre Wachen das Schiff unter allen Bedingungen – vom Manövrieren im Hafen bis zum taktischen Angriff – sicher beherrschten.
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| Aufgaben und Funktionen
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| Praktische Manövrierschulung: Er überwachte die Ausbildung der Kommandantenschüler und Wachoffiziere im praktischen Manövrieren (z. B. An- und Ablegen, Wenden auf engem Raum, Verhalten bei Ruderversager).
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| Taktisches Training: Er leitete Übungen zum Angriffsfahren, insbesondere das koordinierte Fahren im Rudel und das Einnehmen von Angriffspositionen unter Berücksichtigung von Strömung und Wind.
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| Abnahme der "Fahrreife": Bevor ein Boot zur Front entlassen wurde, prüfte der Leiter der Fahrausbildung, ob der Kommandant die nautische Sicherheit besaß, das Boot in schwierigen Situationen zu führen.
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| Instruktion an Spezialgeräten: Einweisung in die Handhabung neuer Steuerungshilfen, insbesondere beim Übergang auf die Elektroboote Typ XXI, die ein völlig neues Fahrverhalten aufwiesen.
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| Standort: Diese Offiziere waren meist bei den Ausbildungsflottillen oder direkt beim F.d.U. Ausb. in der Ostsee stationiert.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Vermeidung von Unfällen: Da U-Boote im Hafen und bei Überwasserfahrt extrem schwerfällig reagierten, war eine exzellente Fahrausbildung die beste Versicherung gegen Kollisionen und Grundberührungen.
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| Personal: Diese Position wurde mit besonders erfahrenen ehemaligen Frontkommandanten besetzt (oft Ritterkreuzträger), die ihre praktischen Kniffe an den Nachwuchs weitergaben. Ein bekanntes Beispiel für eine solche Expertenrolle war Karl-Friedrich Merten oder Heinrich Bleichrodt.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 98 |
U-Boote der Kriegsmarine. Enthält die Ausbildungsrichtlinien für die Fahrausbildung der verschiedenen Bootstypen.
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| BArch RM 121 |
U-Boots-Lehrdivisionen. Dokumentiert die Lehrgangspläne für die nautische Basisschulung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten. In den Beurteilungen der Kommandanten findet sich oft das Testat des Leiters der Fahrausbildung über die „nautische Sicherheit“.
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| Literaturverweise
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 1, Abschnitt: U-Boot-Ausbildung). BArch RM 6
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| Busch, Rainer / Röll, Hans-Joachim |
Der U-Boot-Krieg 1939–1945, Band 2. (Details zur Ausbildungsgruppe Front).
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 |
Bestimmungen über die Qualifikation von Ausbildungsleitern.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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