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3. Funktechnischer-Offizier

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Datenblatt 3. Funktechnischer-Offizier
Ein 3. Funktechnischer Offizier (3. F.T.O.) war ein spezialisierter technischer Offizier, der auf großen Überwassereinheiten der Kriegsmarine für den operativen Betrieb und die Wartung der elektronischen Anlagen verantwortlich war.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Die Dienststellung entstand mit der massiven Einführung komplexer Funkmess- (Radar) und Funkortungstechnik ab ca. 1940/41.
Status: Er war Teil der technischen Bordorganisation und unterstand fachlich dem Leitenden Ingenieur (L.I.) sowie operativ dem 1. Funktechnischen Offizier.
Aufgaben: Er war verantwortlich für die ständige Einsatzbereitschaft der Funkmessgeräte (Radar), der Radarwarngeräte (z. B. Metox/Hagenuk) und der passiven Funkaufklärungsmittel. Er leitete das technische Fachpersonal (Funkmess-Maate und -Gasten) während seiner Wache.
Ende: Die Dienststellung bestand bis zur Kapitulation im Mai 1945. Auf Einheiten, die nach Kriegsende im Minenräumdienst verblieben, wurden diese Spezialisten oft zur Wartung der verbliebenen Ortungsgeräte weitergeführt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Technologietransfer: Viele 3. F.T.O.s von schweren Kreuzern oder Schlachtschiffen wurden ab 1943 zur U-Boot-Waffe kommandiert, um dort als Spezialisten für die neuen Radar- und Radarwarnanlagen (z. B. bei Typ IX und Typ XXI) zu fungieren.
Instandsetzung in Stützpunkten: In den U-Flottillen am Atlantik waren ehemalige F.T.O.s oft in den Werkstätten tätig, um die empfindliche Elektronik der einlaufenden Frontboote zu warten.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen dokumentiert diese Dienststellung eine hohe technische Qualifikation im Bereich der Hochfrequenztechnik, die für die Überlebensfähigkeit der U-Boote gegen die alliierte Ortung entscheidend war.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1033 Dienstvorschriften über die Aufgaben der funktechnischen Offiziere an Bord der Kriegsmarine.
BArch RM 121 / 142 Lehrgangspläne der Marinenachrichtenschulen für die Ausbildung zum Funktechnischen Offizier.
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur personellen Zuweisung von Ortungsspezialisten zu den U-Boot-Stützpunkten 1943–1945.
Literaturverweise
Giessler, Helmuth Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst. (Standardwerk zur Entwicklungsgeschichte der Ortungstechnik und deren Personal).
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band III, Kapitel zur Laufbahn der Ingenieuroffiziere und technischen Fachrichtungen).
Trenkle, Fritz Die deutschen Funkmessverfahren bis 1945. (Bietet Kontext zur technischen Komplexität der Aufgaben eines F.T.O.).
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