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Gneisenau

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Datenblatt Schlachtschiff Gneisenau
Die Gneisenau war das zweite Schiff der Scharnhorst-Klasse. Sie zeichnete sich durch eine hohe Geschwindigkeit und moderne Bauweise aus. Zusammen mit ihrem Schwesterschiff Scharnhorst bildete sie ein schlagkräftiges Gespann, das insbesondere im Handelskrieg im Atlantik operierte und zeitweise eng mit der U-Boot-Waffe kooperierte.
Baudaten & Technische Maße
Bauwerft: Deutsche Werke, Kiel.
Kiellegung: 06.05.1935.
Stapellauf: 08.12.1936.
Indienststellung: 21.05.1938.
Tonnage: 31.850 ts (Standard) / 38.900 ts (Maximal).
Dimensionen: Länge: 235,0 m / Breite: 30,0 m / Tiefgang: 9,9 m.
Besatzung: ca. 1.670 bis 1.840 Mann (je nach Einsatz).
Bewaffnung & Ausrüstung
Hauptartillerie: 9 x 28-cm-SK C/34 in drei Drillingstürmen (Anton, Bruno, Caesar).
Mittelartillerie: 12 x 15-cm-SK L/55 in Doppeltürmen und Einzellafetten.
Flak: 14 x 10,5-cm L/65, 16 x 3,7-cm, 10 x 2-cm (später massiv verstärkt).
Torpedos: 6 x 53,3-cm Torpedorohre (ab 1941 nachgerüstet).
Bordflugzeuge: 3 Arado Ar 196 mit Katapultanlage.
Maschinenanlage & Leistung
Antrieb: 12 Hochdruck-Heißdampfkessel (System Wagner), 3 Satz Brown-Boveri-Turbinen.
Leistung: ca. 160.000 PS.
Geschwindigkeit: 31,5 kn (Höchstgeschwindigkeit).
Einsatzgeschichte & Gefechtschronik
1940: Unternehmen Weserübung. Einsatz als Fernsicherungsgruppe. Gefecht mit HMS Renown; schwere Treffer im Vormars und am achteren Turm.
1941: Unternehmen Berlin (Jan.–März). Erfolgreichster Vorstoß in den Atlantik mit Versenkung/Kaperung von 14 Schiffen (66.300 BRT). Kooperation mit U-Booten durch Bordflugzeug-Aufklärung.
1942: Unternehmen Cerberus (Februar). Kanaldurchbruch von Brest nach Deutschland. Minentreffer vor Terschelling.
1942: Katastrophe von Kiel (26./27.02.). Bombentreffer im Dock; schwere Explosion in der Vorkammer von Turm Anton (112 Tote).
1943-1945: Stilllegung in Gotenhafen. Türme Bruno und Caesar wurden als Küstenbatterien nach Norwegen abgegeben. Am 27.03.1945 als Blockschiff selbstversenkt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Aufklärung: Während Atlantik-Operationen dienten Bordflugzeuge als Fernaufklärer für U-Boot-Rudel.
Personalreserve: Nach Stilllegung wechselten hochspezialisierte Artillerie- und Maschinenkader zur U-Boot-Waffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 92 Kriegstagebücher (KTB) der Gneisenau (mit detaillierten Gefechtsberichten zum Atlantik-Einsatz und den Versenkungszahlen).
BArch RM 7 Akten der Seekriegsleitung (zur operativen Zusammenarbeit zwischen Überwasserstreitkräften und der U-Boot-Führung).
BArch PERS 6 Personalunterlagen (zur Dokumentation der Dienstzeiten von Spezialisten, die später zur U-Boot-Waffe versetzt wurden).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Standardwerk zu den technischen Daten, Bauverlusten und zum endgültigen Verbleib des Schiffes).
Koop / Schmolke "Die Schlachtschiffe der Scharnhorst-Klasse" (Detaillierte Monografie mit Schwerpunkt auf Konstruktion und Einsatzgeschichte).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Systematische Darstellung der Kriegsmarine-Organisation und der operativen Unterstellungen).
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