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| Ausbildung
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Flakleiterlehrgang
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| Der Flakleiterlehrgang war eine hochspezialisierte taktische Ausbildung für Offiziere der Kriegsmarine, die zur Führung der Flugabwehrbewaffnung auf größeren Einheiten oder spezialisierten U-Booten vorgesehen waren. Er vermittelte die Kompetenz, das Feuer mehrerer Flak-Batterien zentral zu koordinieren und gegen schnell fliegende Luftziele effektiv zu leiten.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Ausbildungsstätten: |
Die Lehrgänge wurden primär an der Flugabwehr- und Küstenartillerieschule (F.A.S.) in Swinemünde sowie an der Schiffsartillerieschule II in Saßnitz durchgeführt. Mit der massiven Zunahme der Luftgefahr ab 1943 wurde dieser Lehrgang zu einer der wichtigsten Qualifikationen für das Führungspersonal auf See.
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| Lehrgangsinhalte: |
Im Zentrum stand die "Feuerleitung": Die Teilnehmer lernten die Handhabung komplexer Rechengeräte und Optiken, um Vorhaltewerte für mehrere Geschütze gleichzeitig zu ermitteln. Ein weiterer Schwerpunkt war die Taktik der "Flak-Falle" sowie die enge Zusammenarbeit mit der Funkmesskunde (Radar), um Ziele bereits vor der optischen Sichtung zu erfassen.
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| Zielgruppe: |
Der Lehrgang richtete sich vornehmlich an erfahrene Wachoffiziere (meist II. W.O.), die bereits über artilleristische Grundkenntnisse verfügten und nun für die spezialisierte Rolle des Flak-Leiters (F.L.) auf Booten mit verstärkter Flugabwehr vorbereitet wurden.
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| Gliederung der Ausbildungsschwerpunkte
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| Taktische Feuerleitung: |
Koordination der 2-cm- und 3,7-cm-Batterien. Die Flakleiter lernten, Sperrfeuerzonen zu legen und angreifende Flugzeuge (insbesondere Torpedobomber und Jabo) gezielt in den wirksamsten Feuerbereich zu steuern.
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| Flugzeugerkennung und Optik: |
Intensives Training an Entfernungsmessgeräten (E-Meß) und die Fähigkeit, Freund-Feind-Kennungen innerhalb von Sekundenbruchteilen bei schwierigsten Sichtverhältnissen vorzunehmen.
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| Nachrichtenübermittlung: |
Ausbildung in der schnellen Befehlsübermittlung zwischen Brücke, Funkmessstand und den einzelnen Geschützständen, um eine verzögerungsfreie Reaktion auf Luftangriffe zu garantieren.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Einsatz auf "Flak-U-Booten": |
Besonders für die Besatzungen der sogenannten "U-Flak"-Boote (Typ VII C mit erweitertem Wintergarten) war dieser Lehrgang essenziell. Der Flak-Leiter koordinierte hier das Abwehrfeuer der zahlreichen 2-cm-Vierlinge und 3,7-cm-Kanonen gegen alliierte Fliegergruppen.
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| Überlebensstrategie ab 1943: |
Als der B.d.U. zeitweise den Befehl zum "Durchstehen" (Abwehr des Flugzeugs an der Oberfläche statt Tauchen) gab, hing das Überleben des Bootes direkt von der Qualität des Flak-Leiters und seiner Fähigkeit ab, den Angriff der Flieger durch präzises Feuer zu brechen.
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| Personalhistorie: |
In den Stammrollen kennzeichnet der Flakleiterlehrgang eine hochspezialisierte Verwendung, die oft in Phasen extremer Luftbedrohung (z.B. Biskaya-Überquerungen) dokumentiert ist.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 123 |
Akten der Marineflakschulen und der F.A.S. Swinemünde. Beinhaltet spezifische Lehrgangspläne für Flakleiter und Schießprotokolle gegen Luftsäcke.
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| BArch RM 7 / 2331 |
Unterlagen der Seekriegsleitung zur Abwehr der Luftgefahr und den taktischen Richtlinien für Flak-Leiter auf U-Booten.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten der Kriegsmarine. Dokumentiert die Ernennung zum Flak-Leiter nach erfolgreichem Abschluss des Sonderlehrgangs.
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| Literaturverweise
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| Bredow, Armin |
"Die Marineflak". (Detaillierte Darstellung der Führungshierarchie und der Ausbildungsgänge der Flak-Waffe).
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| Rössler, Eberhard |
"Die deutschen U-Boote und ihre Werften". (Informationen zur taktischen Rolle der Flak-Leitung auf den Flak-U-Booten).
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". (Band II, Kapitel zur Organisation der Flak-Lehrgänge).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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