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III. Marine-Artillerieabteilung

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Verband III. Marine-Artillerieabteilung (III. M.A.A.)
Die III. Marine-Artillerieabteilung war ein spezialisierter Verband der Küstenartillerie, der primär für den Schutz strategisch wichtiger Küstenabschnitte und Marinestützpunkte verantwortlich war. Ihre Aufgabe umfasste sowohl die Seezielbekämpfung als auch die Verteidigung gegen feindliche Landungsversuche.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung und Standort: Die Abteilung wurde im Zuge der Aufrüstung der Kriegsmarine aufgestellt. Ihr Hauptstandort lag in Swinemünde (Pommern), wo sie einen wesentlichen Teil der Festung Swinemünde und der Küstenverteidigung an der Oder-Mündung bildete.
Struktur: Die Abteilung gliederte sich in mehrere Batterien, die über das Küstengebiet verteilt waren. Diese Batterien waren mit schweren und mittleren Geschützen sowie Scheinwerfergruppen für den Nachtkampf ausgerüstet.
Unterstellung: Die III. M.A.A. unterstand dem Kommandanten im Abschnitt Swinemünde (Küstenbefehlshaber westliche Ostsee). Sie arbeitete eng mit den örtlichen Flak-Einheiten und den Sperrwaffenverbänden zusammen.
Gliederung der Batterien (Beispielhaft)
Schwere Batterien: Ausgerüstet mit ortsfesten Geschützen (z. B. 15-cm oder 17-cm SK), die in betonierten Bettungen oder Kasematten untergebracht waren, um maximale Reichweite und Schutz gegen Beschuss zu gewährleisten.
Feuerleitung und Beobachtung: Jede Batterie verfügte über eigene Messstellen mit optischen Entfernungsmessgeräten und Rechenstellen, um die komplexen Daten für bewegliche Seeziele zu ermitteln.
Verteidigung im Erdkampf: Neben der Seezielartillerie verfügte die Abteilung über Infanteriewaffen und leichte Geschütze, um die Stellungen gegen Angriffe von der Landseite oder durch Luftlandekräfte zu sichern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktsicherung: Die III. M.A.A. sicherte die Zufahrtswege zu den Ausbildungshäfen in der Pommerschen Bucht. Dies war von entscheidender Bedeutung, um den ungestörten Übungsbetrieb der U-Boot-Lehrdivisionen vor Swinemünde gegen feindliche Überwasserkräfte zu garantieren.
Ausbildungshilfe: Teile des Personals der U-Boot-Waffe erhielten bei den Marine-Artillerieabteilungen Einblicke in die Geschützkunde und Zielansprache, was besonders für die Wachoffiziere im Hinblick auf die Artilleriebewaffnung der Boote von Nutzen war.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45 / 112 Akten der Inspektion der Marineartillerie. Beinhaltet Berichte über den Zustand der Batterien und Übungsschießen der III. M.A.A.
BArch RM 121 / 455 Unterlagen der Kommandantur Swinemünde zur Organisation der Küstenverteidigung und Stellungsbau.
BArch PERS 6 Personalakten der Kriegsmarine. Dokumentiert die Versetzungen und Dienstzeiten von Artilleriespezialisten innerhalb der III. M.A.A.
Literaturverweise
Hummel, Karl-Heinz "Die deutsche Marineartillerie 1939–1945". (Detaillierte Gliederung und Standorte aller Marine-Artillerieabteilungen).
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". (Band II, Kapitel zur Küstenverteidigung im Bereich der Ostsee).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945". (Band 2: Die Landstreitkräfte der Marine).
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