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Militärische Abteilung des SS-Reichssicherheitshaupamt

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Dienststellung Militärische Abteilung des SS-Reichssicherheitshauptamtes
Die Militärische Abteilung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA Amt Mil) wurde Mitte 1944 nach dem Sturz von Admiral Canaris und der Zerschlagung der Abwehr als Nachfolgeorganisation für den militärischen Nachrichtendienst geschaffen. Sie bündelte die Kompetenzen des Auslandsnachrichtendienstes der SS mit den verbliebenen operativen Strukturen der Wehrmacht-Abwehr. Unter der Leitung von Walter Schellenberg war das Amt Mil für die Spionage, Sabotageabwehr und die Aufrechterhaltung des militärischen Sicherheitsdienstes zuständig. In Bezug auf die Marine und die U-Boot-Waffe übernahm die Abteilung die Überwachung des Etappenwesens und die Sicherung geheimer maritimer Operationen gegen alliierte Infiltration und Verrat.
Aufgaben und Funktionen
Stellvertreter: Amtschef Mil (z.B. Georg Hansen, später Schellenberg); verantwortlich für die Koordination des militärischen Meldewesens zwischen OKW, OKM und dem RSHA.
Innendienst: Verwaltung des Meldekopfes für Frontaufklärung sowie die Auswertung von Informationen über feindliche Schiffs- und Konvoibewegungen im Atlantik und Eismeer.
Personalführung: Einsatz und Überwachung von Vertrauensmännern (V-Männern) in den Hafenstädten und auf neutralen Schiffen zur Sicherung der U-Boot-Versorgungswege.
Gefechtsstation: Position in der Zentrale des RSHA in Berlin oder in den Außenstellen der Sicherheitspolizei; Leitung von Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Sabotageakte an U-Boot-Bunkern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Führungshärte: Die Tätigkeit im Amt Mil erforderte absolute ideologische Zuverlässigkeit und administrative Reife zur Sicherung kriegswichtiger maritimer Geheimnisse.
Spezial-Personal: Ehemalige Offiziere der Abwehr und spezialisierte Marineangehörige der Crews 35 bis 37 dienten im Amt Mil, um das nautische Fachwissen für die Seefernaufklärung zu nutzen.
Taktische Schule: Die Zusammenarbeit mit dem Amt Mil schulte die für U-Boot-Kommandanten essentielle Wachsamkeit gegenüber nachrichtendienstlicher Ausspähung während der Liegezeiten im Stützpunkt.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch R 58 Reichssicherheitshauptamt: Dokumentation über die Organisation des Amtes Mil und dessen Berichte zur Lage der Seestreitkräfte.
BArch RW 5 Amt Ausland/Abwehr: Invenio-Nachweis über die Aktenabgabe an das RSHA und die personelle Übernahme von Abwehroffizieren in die Militärische Abteilung.
BArch RHD 18 M.Dv. 32: Regelungen über die Zusammenarbeit zwischen militärischen Dienststellen und den Sicherheitsorganen des RSHA zum Schutz der U-Boot-Waffe.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945 (Band 2, Abschnitt Geheimdienst: Der Übergang der Abwehr in das RSHA).
Höhne, Heinz Der Orden unter dem Totenkopf (Detaillierte Einblicke in die Struktur des RSHA und die Entstehung der Militärischen Abteilung).
Buchheit, Gert Der deutsche Geheimdienst (Standardwerk zur Rolle der Militärischen Abteilung bei der Überwachung kriegswichtiger Operationen).
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