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| Datenblatt
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Befehlshaber der Auflärungsstreitkräfte
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| Der Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte (B. d. A.) war eine zentrale operative Dienststelle der Reichsmarine und der frühen Kriegsmarine, die für die Führung der leichten Seestreitkräfte (Kreuzer, Zerstörer, Torpedoboote) verantwortlich war.
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| Organisation und Einordnung
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| Die Dienststelle wurde am 01.01.1930 in der Reichsmarine geschaffen und unterstand direkt dem Flottenkommando. Der Stab befand sich meist auf einem der Leichten Kreuzer (wie der Emden, Königsberg oder Leipzig). Die Position wurde in der Regel von einem Konteradmiral oder Vizeadmiral besetzt. Ein Offizier, der zuvor als Adjutant oder Flaggleutnant in diesem Stab gedient hatte, gehörte zur fachlichen Elite der Flottenführung.
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| Aufgaben und Einsatzprofil
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| Führung der leichten Verbände: Dem B. d. A. unterstanden die Aufklärungsverbände der Flotte, darunter die 1. Torpedobootsflottille und die frühen Zerstörerhalbflottillen.
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| Ausbildung und Erprobung: Er war verantwortlich für die taktische Ausbildung im Verbandsdienst, die Durchführung von Schießübungen und die Erprobung neuer Signaldienst-Verfahren.
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| Sicherung: Im Einsatzfall koordinierte der B. d. A. die Aufklärung vor der Hauptflotte und die Sicherung der Seewege gegen feindliche Angriffe.
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| Bedeutung für die U-Boot-Waffe
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| Obwohl der B. d. A. primär Überwasserstreitkräfte führte, war er für die Entwicklung der U-Boot-Waffe von strategischer Bedeutung:
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| Taktisches Labor: Viele spätere U-Boot-Kommandanten (beispielsweise Angehörige der Crews der 1920er Jahre) erhielten unter dem B. d. A. ihre Ausbildung in der koordinierten Angriffsführung und im Navigationslehrgang. Die hier praktizierte Zusammenarbeit zwischen schnellen Torpedobooten und der Luftaufklärung (Schnittstelle zur Beobachterausbildung) war wegweisend für die spätere U-Boot-Taktik.
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| Sicherung der Auslaufwege: In der frühen Phase der Kriegsmarine arbeiteten die Verbände des B. d. A. eng mit dem FdM Nord zusammen, um die Operationsgebiete der U-Boote gegen feindliche Aufklärer abzuriegeln.
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| Personaltransfer: Erfahrene Spezialisten aus den Stäben des B. d. A., wie der Obersteuermann beim Stab, wurden aufgrund ihrer Expertise oft in die Personalreserve der U-Boot-Waffe übernommen, um dort den Aufbau der neuen Flottillen zu unterstützen.
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| Die Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte
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| Konteradmiral Walter Gladisch - Dienstzeit: 01.01.1930 – 30.09.1931
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| Konteradmiral Conrad Albrecht - Dienstzeit: 01.10.1931 – 29.09.1934 (Beförderung zum Vizeadmiral am 01.04.1934)
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| Konteradmiral Max Bastian - Dienstzeit: 30.09.1934 – 30.09.1935 (Beförderung zum Vizeadmiral am 01.12.1935 nach Ende der Dienstzeit)
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| Konteradmiral Hermann Boehm - Dienstzeit: 01.10.1935 – 30.09.1937 (Beförderung zum Vizeadmiral am 01.04.1937)
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| Konteradmiral Hermann Densch - Dienstzeit: 01.10.1937 – 20.10.1939 (Beförderung zum Vizeadmiral am 01.02.1938)
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| Konteradmiral Günther Lütjens - Dienstzeit: 21.10.1939 – 20.10.1940 (Beförderung zum Vizeadmiral am 01.01.1940)
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| Bedeutung für die U-Boot-Waffe
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| In den Stäben dieser Admirale erhielten künftige U-Boot-Kommandanten als Flaggleutnants oder Adjutanten ihre Ausbildung in strategischer Planung und Verbandsführung. Die hier praktizierte Koordinierung von Torpedostreitkräften und Aufklärung war das taktische Fundament für die spätere Führung der U-Boote.
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| Auflösung und Umbenennung
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| Im Zuge der Neuordnung der Flotte wurde die Dienststelle am 20.10.1940 aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden auf den Befehlshaber der Kreuzer und den Führer der Zerstörer übertragen.
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| Quellenangabe
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| Bundesarchiv, Signatur RM 20 |
Dienststellen der Reichsmarine. Invenio Online-Recherche. Enthält die Grundsatzbefehle zur Errichtung des B. d. A.
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| Bundesarchiv, Signatur RM 50 |
Stäbe der Flotte. Invenio Online-Recherche. Dokumentiert die Kriegstagebücher und Einsatzbefehle des B. d. A.
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| Bundesarchiv, Signatur Pers 6 |
Personalakten von Offizieren. Invenio Online-Recherche
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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