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15. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| || colspan="3" | !!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten [[Anmerkungen für Kriegsschiffe|Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe]] !!!
  
 
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| colspan="3" | Die 15. Minensuchflottille war ein wichtiger operativer Verband der Kriegsmarine, der während des gesamten Zweiten Weltkrieges vor allem an der besetzten französischen Atlantikküste eingesetzt wurde. Für Ihr Archiv ist diese Flottille von Bedeutung, da sie den direkten Schutz der Unterseeboot-Stützpunkte in der Biskaya sicherstellte.  
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| colspan="3" | Die 15. Minensuchflottille war ein wichtiger operativer Verband der Kriegsmarine, der während des gesamten Zweiten Weltkrieges vor allem an der besetzten französischen Atlantikküste eingesetzt wurde. Sie stellte den direkten Schutz der Unterseeboot-Stützpunkte in der Biskaya sicher und galt aufgrund der ständigen alliierten Angriffe als eine der kampferfahrensten Einheiten der Sicherungsstreitkräfte.
 
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
 
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| Aufstellung und Einsatzgebiet: || colspan="3" | Die Flottille wurde am 20.10.1940 aufgestellt. Ihr Hauptoperationsgebiet war die französische Westküste, insbesondere die Gewässer vor den großen Stützpunkten Lorient, St. Nazaire und Brest. Sie unterstand administrativ dem Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West).
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| Aufgaben und Ausrüstung: || colspan="3" | Die Hauptaufgabe bestand darin, die Ein- und Auslaufwege der Front-Unterseeboote von britischen Minen und Luftangriffen freizuhalten. Hierzu verfügte der Verband über moderne Minensuchboote vom Typ 1935 und 1940, bewaffnet mit 10,5-cm-Geschützen sowie 3,7-cm- und 2-cm-Flak.
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| Personalstruktur: || colspan="3" | Das Personal bestand aus erfahrenen Seeleuten, viele aus den Jahrgängen der Crew 1937 und Crew 1938. Aufgrund der Gefährdung durch alliierte Flugzeuge und Zerstörer galt der Dienst in dieser Flottille als "Frontbewährung erster Klasse".
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| Auflösung: || colspan="3" | Nach der Invasion im Juni 1944 verlor die Flottille ihre Basen und wurde im August 1944 aufgelöst. Viele Besatzungsmitglieder wurden in Marine-Schützen-Bataillone versetzt, um die zur "Festung" erklärten Häfen gegen landseitige Belagerungen zu verteidigen.
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| colspan="3" | Aufstellung und Einsatzgebiet:
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| colspan="3" | Die Flottille wurde am 20.10.1940 aufgestellt. Ihr Hauptoperationsgebiet war die französische Westküste, insbesondere die Gewässer vor den großen Unterseeboot-Stützpunkten Lorient, St. Nazaire und Brest. Die Flottille unterstand administrativ dem Führer der Minensuchboote West. Die Boote waren dort stationiert, um die Ein- und Auslaufwege der Front-Unterseeboote von britischen Minen und Luftangriffen freizuhalten.
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| colspan="3" | Ausrüstung und Personal:
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| Wegesicherung im Kanal: || colspan="3" | Sicherung des Ärmelkanals als Transitweg für U-Boote, die von den Heimatwerften zu den Atlantikbasen verlegten. Die Flottille hielt diese "Zwangswege" von britischen Magnet- und Akustikminen frei.
 
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| colspan="3" | Die Flottille verfügte über moderne Minensuchboote vom Typ Minensuchboot 1935 und Minensuchboot 1940. Diese Schiffe waren mit Flugabwehrkanonen der Kaliber 2 cm und 3,7 cm sowie mit 10,5 cm Geschützen bewaffnet. Das Personal bestand aus erfahrenen Seeleuten, von denen viele aus den Jahrgängen der Crew 1937 und Crew 1938 stammten. Da der Dienst in der Biskaya aufgrund der ständigen Angriffe durch alliierte Flugzeuge und Zerstörer extrem gefährlich war, galt die 15. Minensuchflottille als eine der kampferfahrensten Einheiten der Sicherungsstreitkräfte.
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| U-Jagd-Abwehr: || colspan="3" | Die Flottille fungierte als Schirm gegen britische Schnellboote (MTBs), die im Küstenvorfeld gezielt Jagd auf deutsche Einheiten machten.
 
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| colspan="3" | Auflösung und Kriegsende:
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Unmittelbare Eskorte für ein- und auslaufende Frontboote, um deren Sicherheit in der kritischen Phase der Revierfahrt zu garantieren.
 
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| colspan="3" | Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 und dem anschließenden Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich verlor die Flottille ihre Basis. Die verbliebenen Boote wurden im August 1944 aufgelöst oder in andere Verbände eingegliedert. Viele Besatzungsmitglieder wurden in der Endphase des Krieges in Marine-Schützen-Bataillone versetzt, um die zur Festung erklärten Häfen an der Atlantikküste gegen die landseitige Belagerung zu verteidigen.
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| colspan="3" | Wegesicherung im Kanal: Der Ärmelkanal war trotz der enormen Gefahr ein Transitweg für U-Boote, die von den Werften in der Heimat zu den Basen am Atlantik verlegten. Die 15. M-Flottille war dafür verantwortlich, diese „Zwangswese“ von britischen Magnet- und Akustikminen frei zu halten.
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| Stützpunktsicherung: || colspan="3" | Ohne den permanenten Einsatz der 15. M-Flottille wäre der operative Betrieb der 2. und 10. U-Flottille in Lorient sowie der Verbände in St. Nazaire durch britische Sperrwaffen massiv beeinträchtigt worden.
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| colspan="3" | U-Jagd-Abwehr: Die Flottille fungierte oft als Schirm gegen britische Schnellboote (MTBs), die gezielt Jagd auf deutsche Einheiten im Küstenvorfeld machten.
 
 
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: Ein Dienst in dieser Flottille galt aufgrund der ständigen Gefechtstätigkeit als „Frontbewährung erster Klasse“. Viele Offiziere, die später zur U-Boot-Ausbildung kommandiert wurden, hatten hier zuvor ihr seemännisches und taktisches Geschick unter Beweis gestellt.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen markiert ein Dienst in dieser Flottille oft eine Phase hoher frontseitiger Bewährung im „Brennpunkt Biskaya“. Viele Offiziere erhielten hier ihr seemännisches Geschick, bevor sie zur U-Boot-Ausbildung kommandiert wurden.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 62 / 23 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 15. Minensuchflottille. Dokumentiert lückenlos die schweren Gefechte im Ärmelkanal.
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| BArch RM 71 / 15 || colspan="3" | Kriegstagebücher (KTB) der 15. Minensuchflottille (Dokumentation der Räum- und Sicherungseinsätze vor der französischen Küste).
 
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| BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur taktischen Verwendung der Flottille im Bereich der Kanalküste.  
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Unterlagen des Führers der Minensuchboote West zum Schutz der U-Boot-Basen in der Biskaya.
 
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Verteidigung der Kanalhäfen und den Verlusten der Sicherungsverbände 1944.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Kriegsmarine. Dokumentiert die Werdegänge der Offiziere der Crews 37 und 38 im Einsatzraum Frankreich.
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Organisation der Minensuchflottillen im Westraum).
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zu den Sicherungsstreitkräften West).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den eingesetzten Minensuchbooten Typ 1940).
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| Ruge, Friedrich || colspan="3" | "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleit, U-Boot-Jagd" (Details zur taktischen Rolle der M-Flottillen am Atlantik).
 
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| Humperdinck, Gerhard || colspan="3" | Der operative Dienst der Minensuchflottillen. (Bietet detaillierte Einblicke in die Einsatzbedingungen im Ärmelkanal).  
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| Lenton, H. T. || colspan="3" | "German Warships of the Second World War" (Technische Spezifikationen der Minensuchboote Typ 1935/40).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Version vom 15. Februar 2026, 17:38 Uhr

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Verband 15. Minensuchflottille
Die 15. Minensuchflottille war ein wichtiger operativer Verband der Kriegsmarine, der während des gesamten Zweiten Weltkrieges vor allem an der besetzten französischen Atlantikküste eingesetzt wurde. Sie stellte den direkten Schutz der Unterseeboot-Stützpunkte in der Biskaya sicher und galt aufgrund der ständigen alliierten Angriffe als eine der kampferfahrensten Einheiten der Sicherungsstreitkräfte.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung und Einsatzgebiet: Die Flottille wurde am 20.10.1940 aufgestellt. Ihr Hauptoperationsgebiet war die französische Westküste, insbesondere die Gewässer vor den großen Stützpunkten Lorient, St. Nazaire und Brest. Sie unterstand administrativ dem Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West).
Aufgaben und Ausrüstung: Die Hauptaufgabe bestand darin, die Ein- und Auslaufwege der Front-Unterseeboote von britischen Minen und Luftangriffen freizuhalten. Hierzu verfügte der Verband über moderne Minensuchboote vom Typ 1935 und 1940, bewaffnet mit 10,5-cm-Geschützen sowie 3,7-cm- und 2-cm-Flak.
Personalstruktur: Das Personal bestand aus erfahrenen Seeleuten, viele aus den Jahrgängen der Crew 1937 und Crew 1938. Aufgrund der Gefährdung durch alliierte Flugzeuge und Zerstörer galt der Dienst in dieser Flottille als "Frontbewährung erster Klasse".
Auflösung: Nach der Invasion im Juni 1944 verlor die Flottille ihre Basen und wurde im August 1944 aufgelöst. Viele Besatzungsmitglieder wurden in Marine-Schützen-Bataillone versetzt, um die zur "Festung" erklärten Häfen gegen landseitige Belagerungen zu verteidigen.
Gliederung der Einsatzaufgaben
Wegesicherung im Kanal: Sicherung des Ärmelkanals als Transitweg für U-Boote, die von den Heimatwerften zu den Atlantikbasen verlegten. Die Flottille hielt diese "Zwangswege" von britischen Magnet- und Akustikminen frei.
U-Jagd-Abwehr: Die Flottille fungierte als Schirm gegen britische Schnellboote (MTBs), die im Küstenvorfeld gezielt Jagd auf deutsche Einheiten machten.
Geleitschutz: Unmittelbare Eskorte für ein- und auslaufende Frontboote, um deren Sicherheit in der kritischen Phase der Revierfahrt zu garantieren.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktsicherung: Ohne den permanenten Einsatz der 15. M-Flottille wäre der operative Betrieb der 2. und 10. U-Flottille in Lorient sowie der Verbände in St. Nazaire durch britische Sperrwaffen massiv beeinträchtigt worden.
Personalhistorie: In den Stammrollen markiert ein Dienst in dieser Flottille oft eine Phase hoher frontseitiger Bewährung im „Brennpunkt Biskaya“. Viele Offiziere erhielten hier ihr seemännisches Geschick, bevor sie zur U-Boot-Ausbildung kommandiert wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 71 / 15 Kriegstagebücher (KTB) der 15. Minensuchflottille (Dokumentation der Räum- und Sicherungseinsätze vor der französischen Küste).
BArch RM 61 Unterlagen des Führers der Minensuchboote West zum Schutz der U-Boot-Basen in der Biskaya.
BArch PERS 6 Personalakten der Kriegsmarine. Dokumentiert die Werdegänge der Offiziere der Crews 37 und 38 im Einsatzraum Frankreich.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zu den Sicherungsstreitkräften West).
Ruge, Friedrich "Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleit, U-Boot-Jagd" (Details zur taktischen Rolle der M-Flottillen am Atlantik).
Lenton, H. T. "German Warships of the Second World War" (Technische Spezifikationen der Minensuchboote Typ 1935/40).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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