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Flugabwehr- und Küstenartillerieschule: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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| colspan="3" | Die Flugabwehr- und Küstenartillerieschule war eine zentrale Lehr- und Versuchseinrichtung der Kriegsmarine, die sich auf die boden- und schiffsgestützte Abwehr von Luft- und Seezielen spezialisierte. Sie diente als Ausbildungsschmiede für das Personal der Marine-Flak-Abteilungen und der Küstenbatterien.
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| colspan="3" | Die Flugabwehr- und Küstenartillerieschule war die zentrale Lehr- und Versuchseinrichtung der Kriegsmarine für die boden- und schiffsgestützte Abwehr von Luft- und Seezielen. Sie bildete das gesamte Fachpersonal für die Marine-Flak-Abteilungen und die Küstenbatterien aus und war maßgeblich an der Erprobung neuer Artillerietechnik beteiligt.
 
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| colspan="3" | Hauptstandorte: Die Schule war eng mit Swinemünde und der Halbinsel Wollin verknüpft. Besonders wichtig war Misdroy, wo umfangreiche Schießplätze zur Verfügung standen.  
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| Hauptstandort: || colspan="3" | Die Schule war fest mit Swinemünde (Pommern) und der Halbinsel Wollin verknüpft. Besonders der Standort Misdroy verfügte über weitläufige Schießplätze direkt an der Ostsee.
 
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| colspan="3" | Unterstellung: Die Einrichtung unterstand der Inspektion der Marineartillerie. Im Kriegsverlauf erfolgte ein massiver personeller Ausbau, um den Bedarf an spezialisierten Artilleristen für alle Zweige der Marine zu decken. In der Endphase 1945 wurde das Stammpersonal direkt in die Abwehrkämpfe in Pommern verwickelt.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Die F.A.S. unterstand der Inspektion der Marineartillerie. Aufgrund der massiven Zunahme der Luftgefahr ab 1942 wurde die Einrichtung technisch und personell stark ausgebaut. In der Endphase 1945 bildete das Personal der Schule die letzte Verteidigungslinie gegen herannahende sowjetische Truppen in Pommern.
 
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| colspan="3" | Lehrgruppe Küstenartillerie: Ausbildung an schwerer Seeziel-Artillerie (15 cm bis überschwere Kaliber). Fokus auf Erd- und Seezielmessung. Relevant u.a. für den Schutz der U-Boot-Bunker in Frankreich.
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| Lehrgruppe Küstenartillerie: || colspan="3" | Schulung an schwerer Seeziel-Artillerie (15 cm bis hin zu überschweren Kalibern). Fokus auf Erd- und Seezielmessung sowie den Schutz strategischer Objekte wie U-Boot-Bunker.
 
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| colspan="3" | Lehrgruppe Flugabwehr (Marine-Flak): Schulung an 2-cm, 3,7-cm und 10,5-cm Flak. Enge Verbindung zu den Schießplätzen in Misdroy. Hier erhielten viele Männer der U-Boot-Waffe ihre artilleristische Grundausbildung.
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| Lehrgruppe Flugabwehr: || colspan="3" | Der personell stärkste Teil der Schule. Ausbildung an 2-cm, 3,7-cm und 10,5-cm Flak-Geschützen. Hier erhielten auch U-Boot-Besatzungen ihre artilleristische Grundschulung für den Dienst am "Wintergarten".
 
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| colspan="3" | Lehrgruppe Funkmesskunde (Radar): Ab Mitte des Krieges Ausbildung an der neuen Ortungstechnik zur Erfassung von Luft- und Seezielen. Basis für die spätere Radarnutzung auf Booten vom Typ IX und Typ XXI.
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| Lehrgruppe Funkmesskunde: || colspan="3" | Spezialausbildung an der neuen Radartechnik zur frühzeitigen Ortung von Luft- und Seezielen. Diese Ausbildung war die Basis für die Feuerleitung der schweren Batterien und späterer Radar-Anlagen auf U-Booten.
 
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| colspan="3" | Lehrgruppe Waffenmechanik: Technische Ausbildung für die Wartung der Verschluss- und Richtmechanismen sowie Instandsetzung bei Salzwasserkorrosion.
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| Lehrgruppe Waffenmechanik: || colspan="3" | Ausbildung des technischen Personals für die Wartung der Verschlussmechanik und den Schutz der Geschütze gegen Salzwasserkorrosion.
 
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| colspan="3" | Fachpersonal: Personal für die Flugabwehr auf Booten (insbesondere U-Flak) erhielt hier die grundlegende Schulung.  
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| Ausbildung: || colspan="3" | Personal für die Flugabwehr auf U-Booten (insbes. U-Flak) erhielt hier die grundlegende taktische Schulung. Offiziere der Crew 1937/38 besuchten Speziallehrgänge zur Flugzeugerkennung.
 
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| colspan="3" | Erprobung: Die F.A.S. diente als Erprobungszentrum für neue Visieroptiken und Geschütztypen (z.B. für den Wintergarten). Viele Offiziere der Crew 37 und 38 besuchten hier Speziallehrgänge zur Flugzeugerkennung und Flak-Leitung.
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| Erprobung: || colspan="3" | Die F.A.S. diente als Testzentrum für neue Visieroptiken und Flak-Geschütztypen, die später für die Verwendung auf U-Booten modifiziert wurden.
 
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| BArch RM 45 || colspan="3" | Akten der Inspektion der Marineartillerie. Beinhaltet Berichte über Ausbildungsergebnisse und technische Erprobungen in Misdroy.
 
| BArch RM 45 || colspan="3" | Akten der Inspektion der Marineartillerie. Beinhaltet Berichte über Ausbildungsergebnisse und technische Erprobungen in Misdroy.
 
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Flugabwehr- und Küstenartillerieschule Swinemünde. Lehrgangspläne und Schießberichte.
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Flugabwehr- und Küstenartillerieschule Swinemünde. Enthält detaillierte Lehrgangspläne und Schießberichte.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zur personellen Verstärkung der Marine-Flak im Küstenschutz.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen von Marineoffizieren mit Nachweisen über Fachlehrgänge an der F.A.S.
 
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| Marine-Dienstvorschrift Nr. 411 || colspan="3" | "Ausbildungsvorschrift für die Marineflak" (Offizielles Lehrbuch der F.A.S.).
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| Marine-Dienstvorschrift Nr. 411 || colspan="3" | "Ausbildungsvorschrift für die Marineflak" (Zentrales Lehrbuch der F.A.S.).
 
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| Hummel, Karl-Heinz || colspan="3" | "Die deutsche Marineartillerie 1939–1945" (Dokumentation der Standorte und Gliederung).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945" (Band 14).
 
| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945" (Band 14).
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| Hummel, Karl-Heinz || colspan="3" | "Die deutsche Marineartillerie 1939–1945".
 
 
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Version vom 15. Februar 2026, 17:08 Uhr

!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe !!!
Dienststelle Flugabwehr- und Küstenartillerieschule (F.A.S.)
Die Flugabwehr- und Küstenartillerieschule war die zentrale Lehr- und Versuchseinrichtung der Kriegsmarine für die boden- und schiffsgestützte Abwehr von Luft- und Seezielen. Sie bildete das gesamte Fachpersonal für die Marine-Flak-Abteilungen und die Küstenbatterien aus und war maßgeblich an der Erprobung neuer Artillerietechnik beteiligt.
Standorte und Organisation
Hauptstandort: Die Schule war fest mit Swinemünde (Pommern) und der Halbinsel Wollin verknüpft. Besonders der Standort Misdroy verfügte über weitläufige Schießplätze direkt an der Ostsee.
Unterstellung: Die F.A.S. unterstand der Inspektion der Marineartillerie. Aufgrund der massiven Zunahme der Luftgefahr ab 1942 wurde die Einrichtung technisch und personell stark ausgebaut. In der Endphase 1945 bildete das Personal der Schule die letzte Verteidigungslinie gegen herannahende sowjetische Truppen in Pommern.
Gliederung der Lehrgruppen
Lehrgruppe Küstenartillerie: Schulung an schwerer Seeziel-Artillerie (15 cm bis hin zu überschweren Kalibern). Fokus auf Erd- und Seezielmessung sowie den Schutz strategischer Objekte wie U-Boot-Bunker.
Lehrgruppe Flugabwehr: Der personell stärkste Teil der Schule. Ausbildung an 2-cm, 3,7-cm und 10,5-cm Flak-Geschützen. Hier erhielten auch U-Boot-Besatzungen ihre artilleristische Grundschulung für den Dienst am "Wintergarten".
Lehrgruppe Funkmesskunde: Spezialausbildung an der neuen Radartechnik zur frühzeitigen Ortung von Luft- und Seezielen. Diese Ausbildung war die Basis für die Feuerleitung der schweren Batterien und späterer Radar-Anlagen auf U-Booten.
Lehrgruppe Waffenmechanik: Ausbildung des technischen Personals für die Wartung der Verschlussmechanik und den Schutz der Geschütze gegen Salzwasserkorrosion.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Personal für die Flugabwehr auf U-Booten (insbes. U-Flak) erhielt hier die grundlegende taktische Schulung. Offiziere der Crew 1937/38 besuchten Speziallehrgänge zur Flugzeugerkennung.
Erprobung: Die F.A.S. diente als Testzentrum für neue Visieroptiken und Flak-Geschütztypen, die später für die Verwendung auf U-Booten modifiziert wurden.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45 Akten der Inspektion der Marineartillerie. Beinhaltet Berichte über Ausbildungsergebnisse und technische Erprobungen in Misdroy.
BArch RM 123 Akten der Flugabwehr- und Küstenartillerieschule Swinemünde. Enthält detaillierte Lehrgangspläne und Schießberichte.
BArch PERS 6 Personalunterlagen von Marineoffizieren mit Nachweisen über Fachlehrgänge an der F.A.S.
Literaturverweise
Marine-Dienstvorschrift Nr. 411 "Ausbildungsvorschrift für die Marineflak" (Zentrales Lehrbuch der F.A.S.).
Hummel, Karl-Heinz "Die deutsche Marineartillerie 1939–1945" (Dokumentation der Standorte und Gliederung).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939–1945" (Band 14).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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