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Feldwebellehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Feldwebellehrgang (bei der Marine meist als Feldwebel-Prüfungslehrgang bezeichnet) war die entscheidende Hürde für den Aufstieg in das Portepee-Unteroffizierskorps. Er trennte die ausführenden Unteroffiziere (Maate) von den führenden Unteroffizieren, die an Bord der U-Boote als unentbehrliche Spezialisten fungierten. Der Feldwebellehrgang vermittelte erfahrenen Unteroffizieren (Maaten und Obermaaten) die notwendigen Kompetenzen in der Menschenführung, dem Verwaltungsdienst und der vertieften Fachkunde, um Führungsaufgaben als Teileinheitsführer oder leitende technische Unteroffiziere wahrzunehmen.
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Ausbildung und Prüfung der Portepee-Unteroffiziere der Kriegsmarine.
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| Bundesarchiv Signatur RM 20 || colspan="3" | Schulen und Bildungseinrichtungen der Kriegsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält Lehrgangspläne der Fachschulen (z. B. Steuermannsschule, U-Boot-Schule Neustadt).
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Personalstammrollen mit Nachweisen über die Teilnahme an Feldwebellehrgängen an den M.U.L.A.
 
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| Bundesarchiv Signatur PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Werdegängen von Unteroffizieren ist der „Fw.Prüf.Lgh.“ oder „P.U.O.-Lehrgang“ das entscheidende Datum für den Karrieresprung.
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| BArch RM 3 / 1024 || colspan="3" | Akten des O.K.M. zur Laufbahnordnung und den Beförderungsrichtlinien für Unteroffiziere.
 
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Unteroffiziersausbildung und Laufbahnstruktur).
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| Marinedienstvorschrift Nr. 251 || colspan="3" | Handbuch für den Dienst an Bord.
 
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Unteroffiziersausbildung).
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| Rössler, Eberhard: || colspan="3" | Geschichte des deutschen U-Bootbaus (Kontext zur technischen Kompetenz der leitenden Unteroffiziere).
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| Mallmann Showell, Jak P.: || colspan="3" | The German Navy in World War Two (Darstellung der Dienstgrade und der sozialen Struktur innerhalb der Besatzungen).
 
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Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 10:36 Uhr

Datenblatt Feldwebellehrgang
Der Feldwebellehrgang (bei der Marine meist als Feldwebel-Prüfungslehrgang bezeichnet) war die entscheidende Hürde für den Aufstieg in das Portepee-Unteroffizierskorps. Er trennte die ausführenden Unteroffiziere (Maate) von den führenden Unteroffizieren, die an Bord der U-Boote als unentbehrliche Spezialisten fungierten. Der Feldwebellehrgang vermittelte erfahrenen Unteroffizieren (Maaten und Obermaaten) die notwendigen Kompetenzen in der Menschenführung, dem Verwaltungsdienst und der vertieften Fachkunde, um Führungsaufgaben als Teileinheitsführer oder leitende technische Unteroffiziere wahrzunehmen.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Die institutionalisierte Ausbildung zum Feldwebel (bzw. Wachtmeister im seeländischen Dienst) wurde in der Kriegsmarine ab 1935 stark vereinheitlicht, um den Bedarf an erfahrenen Gruppenführern zu decken.
Funktion: Ausbildung von bewährten Obermaaten zum Feldwebel (bzw. Obersteuermann, Obermaschinist, etc. in den Fachlaufbahnen).
Inhalte: Vertiefte Fachausbildung in der jeweiligen Laufbahn (z. B. Laufbahn III für Steuermänner oder Laufbahn II für Maschinisten), militärische Menschenführung, Verwaltungswesen und Ausbildungsmethodik.
Prüfung: Der Lehrgang endete mit der Feldwebelprüfung. Das Bestehen war die Voraussetzung für die Ernennung zum Portepee-Unteroffizier und das Tragen des Offiziersdegens (Portepee).
Ende: Die Lehrgänge wurden bis Anfang 1945 an den verschiedenen Fachschulen durchgeführt. In der Endphase wurden die Anforderungen oft "kriegsbedingt" angepasst oder verkürzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Das technische Rückgrat: Auf einem U-Boot waren die Absolventen dieses Lehrgangs die wichtigsten Männer nach den Offizieren. Der Obermaschinist (Technik) oder der Obersteuermann (Navigation) trug die fachliche Verantwortung für ganze Sektionen des Bootes.
Wachdienst: Feldwebel der seemännischen Laufbahnen führten oft eigenständig die Brückenwache oder waren als Zentralemaate für die Trimmung des Bootes verantwortlich.
Personalentwicklung: Viele spätere Offiziere des Sonderdienstes (z. B. ehemalige Obersteuermänner, die zum Leutnant befördert wurden) starteten ihre Karriere mit diesem Lehrgang.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Ausbildung und Prüfung der Portepee-Unteroffiziere der Kriegsmarine.
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen mit Nachweisen über die Teilnahme an Feldwebellehrgängen an den M.U.L.A.
BArch RM 3 / 1024 Akten des O.K.M. zur Laufbahnordnung und den Beförderungsrichtlinien für Unteroffiziere.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Unteroffiziersausbildung und Laufbahnstruktur).
Rössler, Eberhard: Geschichte des deutschen U-Bootbaus (Kontext zur technischen Kompetenz der leitenden Unteroffiziere).
Mallmann Showell, Jak P.: The German Navy in World War Two (Darstellung der Dienstgrade und der sozialen Struktur innerhalb der Besatzungen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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