17. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen
Aus U-Boot-Archiv Wiki
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| − | ! colspan="3" | | + | ! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation |
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| + | | colspan="3" | Aufstellung und Einsatzgebiete: | ||
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| colspan="3" | Die Flottille wurde im März 1943 aufgestellt. Ihr Operationsgebiet umfasste primär die westliche Ostsee, die dänischen Belte und den Öresund. Da diese Gewässer die einzige Verbindung zwischen den Ausbildungszentren in der Ostsee (wie der 2. Unterseeboot-Lehrdivision in Neustadt in Holstein) und den Werften in Norddeutschland darstellten, war die Sicherung dieser Wege vor feindlichen Minen und Luftangriffen von strategischer Bedeutung. Der Stützpunkt der Flottille befand sich zeitweise in Kopenhagen und später in Kiel. | | colspan="3" | Die Flottille wurde im März 1943 aufgestellt. Ihr Operationsgebiet umfasste primär die westliche Ostsee, die dänischen Belte und den Öresund. Da diese Gewässer die einzige Verbindung zwischen den Ausbildungszentren in der Ostsee (wie der 2. Unterseeboot-Lehrdivision in Neustadt in Holstein) und den Werften in Norddeutschland darstellten, war die Sicherung dieser Wege vor feindlichen Minen und Luftangriffen von strategischer Bedeutung. Der Stützpunkt der Flottille befand sich zeitweise in Kopenhagen und später in Kiel. | ||
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| − | | | + | ! colspan="3" | Aufgaben und Personalstruktur: |
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| − | + | | colspan="3" | Die Hauptaufgabe der 17. Minensuchflottille bestand im Räumen von Seeminen, die von der britischen Luftwaffe regelmäßig in den Zwangswegen abgeworfen wurden. Zudem sicherte sie Geleitzüge und schützte neu gebaute Unterseeboote auf ihrem Weg von den Werften zu den Erprobungsstellen in der Ostsee. Die Flottille setzte sich aus Booten des Typs Minensuchboot 1940 und Minensuchboot 1943 zusammen. Das Personal bestand aus erfahrenen Seeoffizieren und Unteroffizieren der Crew 1937 und Crew 1938, die oft nach ihrem Dienst auf Minensuchern zur Unterseeboot-Waffe wechselten. | |
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| − | | | | + | | colspan="3" | Das Ende bei Kriegsende: |
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| − | | colspan="3" | Die | + | | colspan="3" | In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 wurde die Flottille intensiv zur Evakuierung von Flüchtlingen und verwundeten Soldaten aus Ostpreußen und Pommern im Rahmen des Unternehmens Hannibal eingesetzt. Die Boote retteten tausende Menschen unter schwierigsten Bedingungen. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbliebenen Boote der Flottille in den Deutschen Minenräumdienst überführt, um unter britischer Aufsicht die gefährlichen Seeminen in den Handelswegen zu beseitigen. |
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| − | | | | + | | colspan="3" | Bedeutung für die Unterseeboot-Waffe: |
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| − | + | | colspan="3" | Ohne die Arbeit der 17. Minensuchflottille wäre die Ausbildung der Unterseeboot-Besatzungen in der Ostsee massiv gefährdet gewesen. Die Flottille führte täglich Suchfahrten durch, um die Übungsgebiete minenfrei zu halten. Besonders kritisch war die Lage im Jahr 1944, als die Alliierten versuchten, durch massive Verminung der Ostseezugänge die Ausbildung der neuen Elektro-Boote vom Typ XXI zu unterbinden. Die Boote der 17. Minensuchflottille fungierten dabei oft als Eskorte für die wertvollen neuen Einheiten während ihrer Überführungsfahrten. | |
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| − | + | ! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe | |
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| − | + | | colspan="3" | Biskaya-Sicherung: Lorient war der wichtigste U-Boot-Stützpunkt am Atlantik (Sitz der 2. und 10. U-Flottille). Die 17. M-Flottille hielt die Fahrrinnen vor den massiven Bunkeranlagen von britischen Luftminen frei und sicherte die wertvollen Frontboote beim Passieren der gefährlichen Küstengewässer. | |
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| − | | | | + | | colspan="3" | Geleitschutz: Die Einheiten der Flottille fungierten oft als direkte Eskorte für U-Boote bis zur 100-Seemeilen-Grenze, um sie vor Angriffen britischer Schnellboote oder Flugzeuge zu schützen. |
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| − | | colspan="3" | In den | + | | colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen markiert ein Dienst in dieser Flottille oft eine Phase hoher frontseitiger Bewährung im „Brennpunkt Biskaya“, bevor spezialisiertes Personal zur U-Boot-Ausbildung versetzt wurde. |
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| + | ! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche] | ||
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| − | + | | BArch RM 62 / 34 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 17. Minensuchflottille (dokumentiert detailliert die Einsätze vor Lorient und in der Biskaya). | |
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| + | | BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte in Frankreich. | ||
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| + | | BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Bedeutung der Minensuchverbände für den U-Boot-Krieg. | ||
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| − | + | ! colspan="3" | Literaturverweise | |
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| − | | | + | | Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zu den Minensuchflottillen im Westraum). |
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| − | | || colspan="3" | | + | | Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Minensuchbooten Typ 1935/1940, die den Kern der Flottille bildeten). |
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| + | | Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Bietet Kontext zur Infrastruktur in Lorient und der Rolle der Sicherungsverbände). | ||
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Version vom 8. Februar 2026, 18:24 Uhr
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