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I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Abteilung wurde am 01.10.1934 aufgestellt. Ihr Hauptstandort war Friedrichsort bei Kiel. Dieser Ort war strategisch gewählt, da er engen Zugang zu den technischen Werkstätten und den Hafenanlagen der Ostsee bot.
 
| colspan="3" | Die Abteilung wurde am 01.10.1934 aufgestellt. Ihr Hauptstandort war Friedrichsort bei Kiel. Dieser Ort war strategisch gewählt, da er engen Zugang zu den technischen Werkstätten und den Hafenanlagen der Ostsee bot.
 
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| colspan="3" | Aufgaben und Zielsetzung: Die Hauptaufgabe der I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung bestand darin, geeignete Matrosen und Gefreite auf ihre Aufgaben als Unteroffiziere (Maate) vorzubereiten.
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| colspan="3" | Voraussetzung: Die Soldaten mussten bereits ihre infanteristische Grundausbildung in einer Schiffsstammabteilung und eine erste Fachausbildung abgeschlossen haben.
 
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| colspan="3" | Dauer: In Friedenszeiten dauerte ein solcher Lehrgang mehrere Monate. Nach dem Kriegsbeginn am 01.09.1939 wurde die Ausbildungszeit deutlich verkürzt, um den enormen Bedarf an Führungspersonal für die neuen Unterseeboote zu decken.
 
| colspan="3" | Dauer: In Friedenszeiten dauerte ein solcher Lehrgang mehrere Monate. Nach dem Kriegsbeginn am 01.09.1939 wurde die Ausbildungszeit deutlich verkürzt, um den enormen Bedarf an Führungspersonal für die neuen Unterseeboote zu decken.
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| colspan="3" | Auflösung und Umstrukturierung: Im Zuge der Ausweitung des Krieges wurde die Struktur der Lehrabteilungen mehrfach angepasst. Am 01.01.1944 wurde die Abteilung umorganisiert, um die Ausbildung noch spezialisierter auf die verschiedenen Laufbahnen (Seemännisch, Technisch, Nachrichtendienst) zuzuschneiden.
 
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| colspan="3" | Bevor ein Unteroffizier-Anwärter zur Unterseeboot-Lehrdivision versetzt wurde, durchlief er oft die I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung. Hier wurde entschieden, ob er charakterlich geeignet war, als Maat eine Gruppe von Soldaten in der extremen Enge eines Unterseebootes zu führen. Viele der späteren Obermaschinisten und Bootsmänner der Crew 1937 und Crew 1938 erhielten hier ihren feinschliff.
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| colspan="3" | Kaderschmiede: Ein erheblicher Teil der technischen und seemännischen Unteroffiziere der U-Boot-Waffe absolvierte hier seine erste Führungs-Lehrgänge. Bevor ein Matrose zum Mechaniker- oder Bootsmannmaat auf einem U-Boot aufsteigen konnte, war die Vermittlung soldatischer Grundlagen in der M.U.L.A. obligatorisch.
 
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| colspan="3" | Selektion: In der Lehrabteilung wurde bereits gesiebt, wer die notwendige Autorität und Belastbarkeit besaß, um in der Enge eines U-Bootes eine Gruppe von Mannschaften zu führen.
 
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! colspan="3" |Auflösung und Umstrukturierung
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen markiert die I. M.U.L.A. oft den Übergang vom reinen Facharbeiter/Spezialisten zum Vorgesetzten. Für „Aufsteiger“ war dies eine entscheidende Sprosse auf der Karriereleiter.
 
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| colspan="3" | Im Zuge der Ausweitung des Krieges wurde die Struktur der Lehrabteilungen mehrfach angepasst. Am 01.01.1944 wurde die Abteilung umorganisiert, um die Ausbildung noch spezialisierter auf die verschiedenen Laufbahnen (Seemännisch, Technisch, Nachrichtendienst) zuzuschneiden.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften zur Einrichtung und zum Lehrbetrieb der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen.
 
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Stammrollen und Stellenbesetzungslisten der I. M.U.L.A. (Kiel-Friedrichsort).
 
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| BArch RM 20 / 1215 || colspan="3" | Unterlagen der Inspektion des Unterseebootwesens, in denen die Qualitätsanforderungen an den Unteroffiziersnachwuchs und die Abstimmung mit den Lehrabteilungen thematisiert werden.
 
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| Georg Tessin || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945" (Band 14)- Osnabrück, Biblio Verlag 2002. [https://www.amazon.de/Verb%C3%A4nde-deutschen-Wehrmacht-Waffen-SS-1939-1945/dp/B0BMQ22P4L/ref=sr_1_16?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1K86ZQEWLBIO6&dib=eyJ2IjoiMSJ9.jsH24vdHrWLpUTsf9rYgREFpJ8GqoYVq0GboARuMTMAoVv0VVDDKmaGXOikDFE69erJqjZhYF-z3U4asUGXXm5GbfTPMESGI-c0X9qXDb-syyTOmppiPCbGUSO1XxKKWYGON-424qZMU3_BV-VekYlwHBkctF-bF0IyDGXMaS_FAcpmH_GaazI7H2ejtizs9kn-tjOSrteEKefegDY2b4MGJjqD_nR6uS0jFFF5EiXE.Cd-HPwRBbIRhj8KJNz2Kg0vJ7BsSj9WUnfCbDHcqq34&dib_tag=se&keywords=%22Verb%C3%A4nde+und+Truppen+der+deutschen+Wehrmacht+und+Waffen-SS+im+Zweiten+Weltkrieg+1939%E2%80%931945%22+Band+14&qid=1769695125&sprefix=verb%C3%A4nde+und+truppen+der+deutschen+wehrmacht+und+waffen-ss+im+zweiten+weltkrieg+1939+1945%22+band+14%2Caps%2C128&sr=8-16 | → Amazon]
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| Hans H. Hildebrand || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis heute" (Band 3) - Biblio-Verlag Osnabrück 1993. [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/3DG675DJWMESSGU5OEIZW3Y4XJFOTGJ4 | → Deutsche Digitale Bibliothek]
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Marine-Dienstvorschrift Nummer 151 || colspan="3" | Diese Vorschrift regelt die Laufbahnbestimmungen und erklärt, welche Prüfungen ein Soldat in der I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung bestehen musste, um zum Maat befördert zu werden.
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| Bundesarchiv-Militärarchiv (Bestand RM 20):  || colspan="3" | Hier sind die Lehrgangsberichte der Ausbildungseinheiten in Kiel hinterlegt, die Aufschluss über die hohe Durchfallquote und die strengen Auswahlkriterien geben.
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Organisation der Dienststellen an Land).
 
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinelehrabteilungen/MLA1.htm| I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung]
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| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur systematischen Einordnung der Unteroffizierslehrabteilungen in die Wehrkreisstruktur).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet detaillierte Informationen zur Entwicklung des Standortes Friedrichsort als Ausbildungszentrum).
 
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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 11:34 Uhr

Datenblatt I. Marine-Unteroffizierslehrabteilung
Die I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung war eine zentrale Ausbildungseinheit der Kriegsmarine, die eine entscheidende Rolle bei der Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene spielte.
Historischer Kontext & Organisation
Die Abteilung wurde am 01.10.1934 aufgestellt. Ihr Hauptstandort war Friedrichsort bei Kiel. Dieser Ort war strategisch gewählt, da er engen Zugang zu den technischen Werkstätten und den Hafenanlagen der Ostsee bot.
Aufgaben und Zielsetzung: Die Hauptaufgabe der I. Marine-Unteroffizier-Lehrabteilung bestand darin, geeignete Matrosen und Gefreite auf ihre Aufgaben als Unteroffiziere (Maate) vorzubereiten.
Voraussetzung: Die Soldaten mussten bereits ihre infanteristische Grundausbildung in einer Schiffsstammabteilung und eine erste Fachausbildung abgeschlossen haben.
Lehrgangsinhalte: Der Fokus lag auf der Menschenführung, dem militärischen Vorgesetztenrecht und der vertieften Fachkunde. Für die Unterseeboot-Waffe war dies besonders wichtig, da die Maate an Bord eines Bootes oft eigenverantwortlich für ganze technische Sektionen (wie den Elektromotorenraum) zuständig waren.
Dauer: In Friedenszeiten dauerte ein solcher Lehrgang mehrere Monate. Nach dem Kriegsbeginn am 01.09.1939 wurde die Ausbildungszeit deutlich verkürzt, um den enormen Bedarf an Führungspersonal für die neuen Unterseeboote zu decken.
Auflösung und Umstrukturierung: Im Zuge der Ausweitung des Krieges wurde die Struktur der Lehrabteilungen mehrfach angepasst. Am 01.01.1944 wurde die Abteilung umorganisiert, um die Ausbildung noch spezialisierter auf die verschiedenen Laufbahnen (Seemännisch, Technisch, Nachrichtendienst) zuzuschneiden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderschmiede: Ein erheblicher Teil der technischen und seemännischen Unteroffiziere der U-Boot-Waffe absolvierte hier seine erste Führungs-Lehrgänge. Bevor ein Matrose zum Mechaniker- oder Bootsmannmaat auf einem U-Boot aufsteigen konnte, war die Vermittlung soldatischer Grundlagen in der M.U.L.A. obligatorisch.
Selektion: In der Lehrabteilung wurde bereits gesiebt, wer die notwendige Autorität und Belastbarkeit besaß, um in der Enge eines U-Bootes eine Gruppe von Mannschaften zu führen.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen markiert die I. M.U.L.A. oft den Übergang vom reinen Facharbeiter/Spezialisten zum Vorgesetzten. Für „Aufsteiger“ war dies eine entscheidende Sprosse auf der Karriereleiter.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften zur Einrichtung und zum Lehrbetrieb der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen.
BArch RM 121 / 642 Stammrollen und Stellenbesetzungslisten der I. M.U.L.A. (Kiel-Friedrichsort).
BArch RM 20 / 1215 Unterlagen der Inspektion des Unterseebootwesens, in denen die Qualitätsanforderungen an den Unteroffiziersnachwuchs und die Abstimmung mit den Lehrabteilungen thematisiert werden.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zur Organisation der Dienststellen an Land).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur systematischen Einordnung der Unteroffizierslehrabteilungen in die Wehrkreisstruktur).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet detaillierte Informationen zur Entwicklung des Standortes Friedrichsort als Ausbildungszentrum).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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