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Geballte Ladung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die Geballte Ladung. Im militärischen Bereich bildete man eine geballte Ladung durch Aneinanderbinden mehrerer Handgranaten an ihren Töpfen, um eine gleichzeitige Detonation zu bewirken. Mit der so verstärkten Sprengkraft konnten schwächere Panzerungen oder Mauern durchschlagen werden. Dieses Behelfsmittel wurde auch noch im Zweiten Weltkrieg gegen gepanzerte Kampffahrzeuge eingesetzt, bevor andere Panzernahbekämpfungsmittel zur Verfügung standen.
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| colspan="2" | Die Geballte Ladung war ein improvisiertes Kampfmittel, das durch das Zusammenbinden mehrerer Handgranaten (meist Stielhandgranaten) an ihren Sprengköpfen entstand. Ziel war es, durch die konzentrierte Sprengkraft eine deutlich höhere Durchschlagsleistung gegen Mauern, Bunker oder schwächere Panzerungen zu erzielen. In der Panzernahbekämpfung des Zweiten Weltkriegs diente sie als Behelfswaffe, bevor spezialisierte Mittel wie die Hafthohlladung zur Verfügung standen. Nach 1945 fand diese Technik auch bei der Wrackbeseitigung und Bergung von U-Booten Verwendung, um Rümpfe kontrolliert zu zerteilen.
 
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| colspan="3" | Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese auch benutzt um selbst versenkte U-Boote zu sprengen, sie dadurch auseinander zu brechen, um sie besser bergen und verschrotten zu könne.
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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 14:18 Uhr

Kampfmittel Geballte Ladung
Die Geballte Ladung war ein improvisiertes Kampfmittel, das durch das Zusammenbinden mehrerer Handgranaten (meist Stielhandgranaten) an ihren Sprengköpfen entstand. Ziel war es, durch die konzentrierte Sprengkraft eine deutlich höhere Durchschlagsleistung gegen Mauern, Bunker oder schwächere Panzerungen zu erzielen. In der Panzernahbekämpfung des Zweiten Weltkriegs diente sie als Behelfswaffe, bevor spezialisierte Mittel wie die Hafthohlladung zur Verfügung standen. Nach 1945 fand diese Technik auch bei der Wrackbeseitigung und Bergung von U-Booten Verwendung, um Rümpfe kontrolliert zu zerteilen.
Konstruktion und Einsatz im Gefecht
Aufbau: Ein zentraler Stiel mit Zünder; umgeben von 6 weiteren Sprengköpfen.
Wirkung: Konzentrierte Druck- und Splitterwirkung auf engem Raum.
Anwendung: Bekämpfung von Kettenlaufwerken, Motorabdeckungen oder befestigten Stellungen.
Risiko: Geringe Reichweite; erfordertes Herantreten des Soldaten bis auf Wurfbeschleunigung.
Verwendung in der Nachkriegszeit (Bergung)
Wrackräumung: Einsatz zur Zerlegung von in Häfen oder Schleusen selbstversenkten U-Booten.
Technik: Gezielte Sprengung tragender Verbände, um Sektionen einzeln heben zu können.
Verschrottung: Vorbereitung für den Abtransport zu Schrottplätzen (z. B. in Wilhelmshaven oder Kiel).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Aktion Regenbogen: Verwendung improvisierter Ladungen zur Selbstversenkung in den letzten Kriegstagen.
Bergung: Zerlegung von Booten wie U 14 oder U 8 in den Schleusenbecken nach 1945.
Pionierwesen: Standard-Lehrmittel für Marinepioniere zur Hindernisbeseitigung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RH 29 Pionierwesen: Vorschriften über die Herstellung geballter Ladungen.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über Wrackbeseitigung in deutschen Kriegshäfen.
BArch PERS 6 Personalakten: Tätigkeitsberichte von Marinepionieren und Bergungskommandos.
Literaturverweise
Pawlas, Karl R. „Waffen-Revue“ (Details zu improvisierten Sprengkörpern).
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Kapitel: Wrackschicksale nach 1945).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Pionierstäbe).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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