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Militärische Abteilung des SS-Reichssicherheitshaupamt: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Die Militärische Abteilung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA Amt Mil) wurde Mitte 1944 nach dem Sturz von Admiral Canaris und der Zerschlagung der Abwehr als Nachfolgeorganisation für den militärischen Nachrichtendienst geschaffen. Sie bündelte die Kompetenzen des Auslandsnachrichtendienstes der SS mit den verbliebenen operativen Strukturen der Wehrmacht-Abwehr. Unter der Leitung von Walter Schellenberg war das Amt Mil für die Spionage, Sabotageabwehr und die Aufrechterhaltung des militärischen Sicherheitsdienstes zuständig. In Bezug auf die Marine und die U-Boot-Waffe übernahm die Abteilung die Überwachung des Etappenwesens und die Sicherung geheimer maritimer Operationen gegen alliierte Infiltration und Verrat.
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| colspan="3" | Die Militärische Abteilung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA Amt Mil) wurde Mitte 1944 nach der Zerschlagung der Abwehr als Nachfolgeorganisation für den militärischen Nachrichtendienst geschaffen. Sie bündelte die Kompetenzen des Auslandsnachrichtendienstes der SS mit den verbliebenen operativen Strukturen der Wehrmacht-Abwehr. Unter der Leitung von Walter Schellenberg war das Amt Mil für die Spionage, Sabotageabwehr und die Aufrechterhaltung des militärischen Sicherheitsdienstes zuständig.
 
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! colspan="3" | Aufgaben und Funktionen
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! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: || colspan="3" | Entstand im Juni 1944 durch die Übernahme wesentlicher Teile des Amtes Ausland/Abwehr der Wehrmacht in das RSHA. Die Abteilung bildete den neuen militärischen Geheimdienst unter Führung des SD.
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| Standort: || colspan="3" | Zentrale im Reichssicherheitshauptamt in Berlin; operative Führung der Abwehrstellen (Ast) in den besetzten Gebieten sowie Koordination des Etappendienstes in neutralen Staaten.
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| Technik: || colspan="3" | Nutzung der bestehenden Chiffrier- und Funknetze der Marine und Abwehr zur Überwachung des Funkverkehrs und zur Auswertung feindlicher Schiffs- und Konvoibewegungen.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 und der Auflösung des RSHA durch die Alliierten stellte das Amt Mil seine Tätigkeit ein. Führendes Personal wurde interniert.
 
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Sicherung
  
| Stellvertreter: || colspan="3" | Amtschef Mil (z.B. Georg Hansen, später Schellenberg); verantwortlich für die Koordination des militärischen Meldewesens zwischen OKW, OKM und dem RSHA.
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| Innendienst: || colspan="3" | Verwaltung des Meldekopfes für Frontaufklärung sowie die Auswertung von Informationen über feindliche Schiffs- und Konvoibewegungen im Atlantik und Eismeer.
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| Sabotageabwehr: || colspan="3" | Sicherung kriegswichtiger maritimer Infrastruktur, insbesondere der U-Boot-Bunkeranlagen an der Atlantikküste, gegen alliierte Infiltration und feindliche Kommando-Unternehmen.
 
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| Personalführung: || colspan="3" | Einsatz und Überwachung von Vertrauensmännern (V-Männern) in den Hafenstädten und auf neutralen Schiffen zur Sicherung der U-Boot-Versorgungswege.
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| Überwachung: || colspan="3" | Kontrolle des Etappenwesens und der Versorgungsschiffe in neutralen Häfen zur Vermeidung von Nachrichtenlecks und zur Sicherung der U-Boot-Versorgungswege.
 
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| Gefechtsstation: || colspan="3" | Position in der Zentrale des RSHA in Berlin oder in den Außenstellen der Sicherheitspolizei; Leitung von Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Sabotageakte an U-Boot-Bunkern.
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| Aufklärung: || colspan="3" | Gewinnung taktischer Informationen über alliierte Seestreitkräfte und Weitergabe dieser Erkenntnisse an die Seekriegsleitung (SKL) und den Befehlshaber der Unterseeboote.
 
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| Führungshärte: || colspan="3" | Die Tätigkeit im Amt Mil erforderte absolute ideologische Zuverlässigkeit und administrative Reife zur Sicherung kriegswichtiger maritimer Geheimnisse.
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| Geheimhaltung: || colspan="3" | Die Abteilung war maßgeblich für den Schutz geheimer U-Boot-Operationen verantwortlich, um den taktischen Vorteil der Überraschung auf den Weltmeeren zu wahren.
 
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| Spezial-Personal: || colspan="3" | Ehemalige Offiziere der Abwehr und spezialisierte Marineangehörige der Crews 35 bis 37 dienten im Amt Mil, um das nautische Fachwissen für die Seefernaufklärung zu nutzen.
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| Personalpool: || colspan="3" | Ehemalige Marineoffiziere der Abwehr wurden in das Amt Mil übernommen, um das notwendige nautische Fachwissen für maritime Spionageaufgaben bereitzustellen.
 
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| Taktische Schule: || colspan="3" | Die Zusammenarbeit mit dem Amt Mil schulte die für U-Boot-Kommandanten essentielle Wachsamkeit gegenüber nachrichtendienstlicher Ausspähung während der Liegezeiten im Stützpunkt.
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| Transit-Sicherheit: || colspan="3" | Durch die Überwachung des neutralen Funkverkehrs lieferte das Amt Mil wichtige Daten für die Fernsteuerung der U-Boot-Gruppen durch den BdU.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
  
 
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| BArch R 58 || colspan="3" | Reichssicherheitshauptamt: Dokumentation über die Organisation des Amtes Mil und dessen Berichte zur Lage der Seestreitkräfte.
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| BArch R 58 || colspan="3" | Reichssicherheitshauptamt: Dokumentation über die Organisation des Amtes Mil und dessen Berichte zur maritimen Sicherheitslage.
 
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| BArch RW 5 || colspan="3" | Amt Ausland/Abwehr: Invenio-Nachweis über die Aktenabgabe an das RSHA und die personelle Übernahme von Abwehroffizieren in die Militärische Abteilung.
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| BArch RW 5 || colspan="3" | Amt Ausland/Abwehr: Unterlagen über die personelle und materielle Übergabe der Abwehrstrukturen an das RSHA.
 
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| BArch RHD 18 || colspan="3" | M.Dv. 32: Regelungen über die Zusammenarbeit zwischen militärischen Dienststellen und den Sicherheitsorganen des RSHA zum Schutz der U-Boot-Waffe.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über Marineangehörige, die in der Militärischen Abteilung des RSHA Dienst leisteten.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939-1945 (Band 2, Abschnitt Geheimdienst: Der Übergang der Abwehr in das RSHA).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Marine-Nachrichtendienst).
 
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| Höhne, Heinz || colspan="3" | Der Orden unter dem Totenkopf (Detaillierte Einblicke in die Struktur des RSHA und die Entstehung der Militärischen Abteilung).
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| Höhne, Heinz || colspan="3" | "Der Orden unter dem Totenkopf" (Detaillierte Einblicke in die Struktur des RSHA und des Amtes Mil).
 
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| Buchheit, Gert || colspan="3" | Der deutsche Geheimdienst (Standardwerk zur Rolle der Militärischen Abteilung bei der Überwachung kriegswichtiger Operationen).
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| Buchheit, Gert || colspan="3" | "Der deutsche Geheimdienst" (Standardwerk zur Rolle der Militärischen Abteilung im Seekrieg).
 
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Aktuelle Version vom 2. März 2026, 07:42 Uhr

Verband Militärische Abteilung des SS-Reichssicherheitshauptamtes
Die Militärische Abteilung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA Amt Mil) wurde Mitte 1944 nach der Zerschlagung der Abwehr als Nachfolgeorganisation für den militärischen Nachrichtendienst geschaffen. Sie bündelte die Kompetenzen des Auslandsnachrichtendienstes der SS mit den verbliebenen operativen Strukturen der Wehrmacht-Abwehr. Unter der Leitung von Walter Schellenberg war das Amt Mil für die Spionage, Sabotageabwehr und die Aufrechterhaltung des militärischen Sicherheitsdienstes zuständig.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Entstand im Juni 1944 durch die Übernahme wesentlicher Teile des Amtes Ausland/Abwehr der Wehrmacht in das RSHA. Die Abteilung bildete den neuen militärischen Geheimdienst unter Führung des SD.
Standort: Zentrale im Reichssicherheitshauptamt in Berlin; operative Führung der Abwehrstellen (Ast) in den besetzten Gebieten sowie Koordination des Etappendienstes in neutralen Staaten.
Technik: Nutzung der bestehenden Chiffrier- und Funknetze der Marine und Abwehr zur Überwachung des Funkverkehrs und zur Auswertung feindlicher Schiffs- und Konvoibewegungen.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 und der Auflösung des RSHA durch die Alliierten stellte das Amt Mil seine Tätigkeit ein. Führendes Personal wurde interniert.
Spezifische Merkmale & Sicherung
Sabotageabwehr: Sicherung kriegswichtiger maritimer Infrastruktur, insbesondere der U-Boot-Bunkeranlagen an der Atlantikküste, gegen alliierte Infiltration und feindliche Kommando-Unternehmen.
Überwachung: Kontrolle des Etappenwesens und der Versorgungsschiffe in neutralen Häfen zur Vermeidung von Nachrichtenlecks und zur Sicherung der U-Boot-Versorgungswege.
Aufklärung: Gewinnung taktischer Informationen über alliierte Seestreitkräfte und Weitergabe dieser Erkenntnisse an die Seekriegsleitung (SKL) und den Befehlshaber der Unterseeboote.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geheimhaltung: Die Abteilung war maßgeblich für den Schutz geheimer U-Boot-Operationen verantwortlich, um den taktischen Vorteil der Überraschung auf den Weltmeeren zu wahren.
Personalpool: Ehemalige Marineoffiziere der Abwehr wurden in das Amt Mil übernommen, um das notwendige nautische Fachwissen für maritime Spionageaufgaben bereitzustellen.
Transit-Sicherheit: Durch die Überwachung des neutralen Funkverkehrs lieferte das Amt Mil wichtige Daten für die Fernsteuerung der U-Boot-Gruppen durch den BdU.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch R 58 Reichssicherheitshauptamt: Dokumentation über die Organisation des Amtes Mil und dessen Berichte zur maritimen Sicherheitslage.
BArch RW 5 Amt Ausland/Abwehr: Unterlagen über die personelle und materielle Übergabe der Abwehrstrukturen an das RSHA.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Marineangehörige, die in der Militärischen Abteilung des RSHA Dienst leisteten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Marine-Nachrichtendienst).
Höhne, Heinz "Der Orden unter dem Totenkopf" (Detaillierte Einblicke in die Struktur des RSHA und des Amtes Mil).
Buchheit, Gert "Der deutsche Geheimdienst" (Standardwerk zur Rolle der Militärischen Abteilung im Seekrieg).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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