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Marineoberkommando Nord: Unterschied zwischen den Versionen

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| Hintergrund: || colspan="3" | Notwendige Zusammenfassung der Befehlsgewalt über Nordsee und westliche Ostsee zur Verteidigung der letzten freien deutschen Küstenzonen.
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 12:06 Uhr

Verband Marineoberkommando Nord (MOK Nord)
Das Marineoberkommando Nord (MOK Nord) war eine kurzlebige, aber strategisch zentrale Kommandobehörde am Ende des Zweiten Weltkriegs. Für die U-Boot-Waffe bildete es die letzte administrative Klammer, um die verbliebenen Reste der Flotte und die Ausbildungsorganisation im norddeutschen Raum unter extremem Druck zu koordinieren. Es übernahm die Führung in der Nordsee und der westlichen Ostsee, als der sowjetische Vormarsch eine radikale Neuordnung der Kompetenzen im Küstenraum erzwang.
Historische Entwicklung und Standorte
Aufstellung: Schaffung der Dienststelle am 01.02.1945 durch die Umbenennung und signifikante Erweiterung des Stabes vom Marineoberkommando Ostsee.
Hintergrund: Notwendige Zusammenfassung der Befehlsgewalt über Nordsee und westliche Ostsee zur Verteidigung der letzten freien deutschen Küstenzonen.
Standorte: Hauptquartier zunächst im Raum Sengwarden bei Wilhelmshaven, später Verlegung in den Raum Plön/Eutin in unmittelbare Nähe zur letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 Umwandlung in eine Abwicklungsbehörde unter britischer Aufsicht zur Demobilisierung der Marineverbände.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsschutz: Sicherung der verbliebenen Übungsgebiete in der westlichen Ostsee für die finale Erprobung der Elektro-U-Boote (Typ XXI/XXIII) durch Kommandanten wie Wilhelm Bergemann.
Operation Regenbogen: Übergeordnete Dienststelle für die technische und personelle Abwicklung der oft widersprüchlichen Befehle zur Selbstversenkung der U-Boot-Flotte im Mai 1945.
Küstenverteidigung: Koordination des Einsatzes von Marine-Schützen-Einheiten, die primär aus überschüssigem Personal aufgelöster U-Boot-Lehrdivisionen formiert wurden.
Logistik: Sicherstellung der letzten Versorgungs- und Brennstoffreserven für die im norwegischen Raum verbliebenen Frontboote und deren Rückführung.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 33 Marineoberkommando Nord: Kernbestand mit den Kriegstagebüchern (KTB) der letzten Monate inklusive der Räumungsbefehle für die Stützpunkte.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Dokumentiert die direkte Unterstellung des MOK Nord unter die Führung des OKM in der Endphase des Krieges.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Offizieren und Spezialisten, die in den letzten Kriegswochen zum Stab des MOK Nord kommandiert wurden.
Literaturverweise
M.Dv. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (Organisation der Landdienststellen).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden und deren Auflösung).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, zur Aufstellung der Marineoberkommandos im Endkampf).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132