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Albert-Leo Schlageter: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die '''ALBERT-LEO SCHLAGETER''' war ein Segelschulschiff der deutschen Kriegsmarine
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! Schiffstyp
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! Segelschulschiff Albert Leo Schlageter
 
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| || colspan="3" | Der Kiel des Segelschiffes wurde 1937 bei Blohm &. Voss gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 30.10.1937 und die Indienststellung am 12.02.1938.
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| colspan="3" | Die Albert Leo Schlageter war ein dreimastiges Segelschulschiff der Gorch-Fock-Klasse (Bauwerft Blohm & Voss). Sie diente der Ausbildung des Offiziersnachwuchses. Trotz schwerster Minenbeschädigungen im Jahr 1944 blieb das Schiff aufgrund seiner robusten Bauweise erhalten und setzt seine Dienstzeit bis heute als portugiesisches Schulschiff Sagres (III) fort.
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| Bauwerft: || colspan="3" | Blohm & Voss, Hamburg (Kiellegung 1937 / Stapellauf 30.10.1937 / Indienststellung 12.02.1938).
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| Tonnage: || colspan="3" | 1.634 t (Standard) bis 1.940 t (Maximal).
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| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 89,00 m / Breite: 12,00 m / Tiefgang: 5,00 m.
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| Besatzung: || colspan="3" | 71 Stammbesatzung + ca. 220 Seekadetten.
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| Maschine: || colspan="3" | 2 x 8-Zylinder-MAN-Dieselmotoren (1.000 PS).
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| Geschwindigkeit: || colspan="3" | 9 kn (Maschine) / bis zu 16,5 kn (unter Segeln).
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| Vorkriegszeit: || colspan="3" | Führung durch Fregattenkapitän Bernhard Rogge. Einsatz zur seemännischen Grundausbildung der Offiziersanwärter.
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| Kriegsjahre: || colspan="3" | Zunächst stationäres Büroschiff in Kiel. 1944 Reaktivierung für die Crew X/43 (Ausbildung vom 29.01. bis 27.07.1944).
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| Minentreffer: || colspan="3" | 14.11.1944: Schwere Beschädigung durch sowjetische Minensperre vor Sassnitz (15 bis 18 Tote). Dank Schottenbauweise vor dem Sinken bewahrt und zur Reparatur nach Kiel geschleppt.
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| Kriegsende: || colspan="3" | März 1945 Liegeplatz in der Wik, später Verlegung in den Nord-Ostsee-Kanal und nach Glücksburg. Übernahme durch britische Truppen im Mai 1945.
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| Nachkriegsweg: || colspan="3" | 1948 Verkauf an Brasilien (Name: Guanabara). Seit 1962 Dienst in der portugiesischen Marine als Segelschulschiff Sagres (III).
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| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von 1.940 ts. Es war 89,00 m lang, 12,00 m breit und hatte eine Tiefgang von 5,00 m. 2 extra Dieselmotoren von MTU erzeugten eine Leistung von 1.100 PS (809 kW). Diese konnten das Schiff auf bis zu 9 kn (17 km/h) beschleunigen (mit Segel 16,5 kn - 31 km/h). Die Besatzungsstärke betrug 302 Mann.
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! colspan="3" | Spezifische Besonderheiten
 
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| || colspan="3" | '''Einsatzgeschichte'''
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| Galionsfigur: || colspan="3" | Das Schiff trug original einen hölzernen Reichsadler. Dieser verblieb auch während der brasilianischen Dienstzeit am Bug und befindet sich heute im Marinemuseum in Rio de Janeiro.
 
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| || colspan="3" | Bis Kriegsbeginn war Fregattenkapitän Bernhard Rogge Kommandant des Schiffes, danach nutzte die Kriegsmarine das Segelschulschiff zunächst als stationäres Büroschiff in Kiel. Die Albert-Leo Schlageter wurde erst wieder 1944 als Segelschulschiff in Dienst gestellt, und zwar mit 190 Offiziersanwärtern, die im Oktober 1943 eingezogen worden waren (Crew X/43) und vom 29.01. bis 27.07.1944 ihre seemännische Grundausbildung auf dem Schiff absolvierten.  
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| Schwesterschiffe: || colspan="3" | Die Schlageter gehört zur Gorch-Fock-Serie (Schwestern: Gorch Fock I, Horst Wessel, Mircea und Herbert Norkus).
 
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| || colspan="3" | Nachdem turnusgemäß der nächste Lehrgang begonnen hatte, geriet sie am 14.11.1944 in eine sowjetische Minensperre vor Sassnitz, wo sie von einer Mine schwer beschädigt wurde. Dabei kamen 18 (nach anderen Angaben 15) Männer ums Leben. Das Schiff konnte aber vor dem Sinken bewahrt werden, wurde nach Swinemünde geschleppt, wo der größte Teil der Besatzung von Bord ging, und zur Reparatur nach Kiel gebracht.  
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| Überlebensfähigkeit: || colspan="3" | Die aufwendige Reparatur im März 1945 trotz Ressourcenmangels unterstreicht den hohen symbolischen Wert der Segelschulschiffe für die Marineführung.
 
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| || colspan="3" | Am 17.03.1945 konnte die Die Albert-Leo Schlageter nach einer aufwendigen Reparatur die Werft wieder verlassen und erhielt einen Liegeplatz in der Wik. Wegen der zunehmenden alliierten Bombenangriffe auf Kiel brachte man sie in den Kaiser Wilhelm Kanal bei Schacht-Audorf. Ende April 1945 wurde sie nach Glücksburg verlegt, wo sie nach der Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, die am 05.05.1945 in Kraft trat, auf die Übernahme durch die britischen Truppen wartete.
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| || colspan="3" | Aus Großbritannien wurde das Schiff 1948 von den Vereinigten Staaten für einen symbolischen Preis von 5000 USD an Brasilien verkauft. Am 27.10.1948 wurde es offiziell in der brasilianischen Marine als Segelschulschiff unter dem Namen Guanabara aufgenommen, der Heimathafen war Rio de Janeiro. Trotz der Übernahme behielt sie ihre originale Galionsfigur, den hölzernen Deutschen Adler.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| || colspan="3" | Ende 1960 genügte das Schiff nicht mehr den Ansprüchen der Marine. Es wurde als Segelschulschiff außer Dienst gestellt, abgetakelt und danach als schwimmende Basis für das Kommando der brasilianischen Patrouillenflotte genutzt.
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| || colspan="3" | Seit dem dem 08.02.1962 dient die ehemalige Albert-Leo Schlageterals Segelschulschiff der portugiesischen Marine.
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen (Bordausbildung der Offiziersanwärter auf Segelschulschiffen).
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Kriegsmarine (Nachweise über die Einschiffung der Crew X/43).
 
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| || colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland → [https://de.wikipedia.org/wiki/Sagres_(Schiff,_1938) | Albert-Leo Schlageter]
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Meldungen über den Minentreffer vor Sassnitz im November 1944).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten der Segelschulschiffe).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Rossberg, Karl || colspan="3" | "Segelschulschiff Albert Leo Schlageter" (Detaillierte Monografie zur Geschichte und zum Verbleib).
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 16:33 Uhr

Schiffstyp Segelschulschiff Albert Leo Schlageter
Die Albert Leo Schlageter war ein dreimastiges Segelschulschiff der Gorch-Fock-Klasse (Bauwerft Blohm & Voss). Sie diente der Ausbildung des Offiziersnachwuchses. Trotz schwerster Minenbeschädigungen im Jahr 1944 blieb das Schiff aufgrund seiner robusten Bauweise erhalten und setzt seine Dienstzeit bis heute als portugiesisches Schulschiff Sagres (III) fort.
Schiffsmaße & Technische Daten
Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg (Kiellegung 1937 / Stapellauf 30.10.1937 / Indienststellung 12.02.1938).
Tonnage: 1.634 t (Standard) bis 1.940 t (Maximal).
Dimensionen: Länge: 89,00 m / Breite: 12,00 m / Tiefgang: 5,00 m.
Besatzung: 71 Stammbesatzung + ca. 220 Seekadetten.
Maschine: 2 x 8-Zylinder-MAN-Dieselmotoren (1.000 PS).
Geschwindigkeit: 9 kn (Maschine) / bis zu 16,5 kn (unter Segeln).
Einsatzgeschichte & Schicksal
Vorkriegszeit: Führung durch Fregattenkapitän Bernhard Rogge. Einsatz zur seemännischen Grundausbildung der Offiziersanwärter.
Kriegsjahre: Zunächst stationäres Büroschiff in Kiel. 1944 Reaktivierung für die Crew X/43 (Ausbildung vom 29.01. bis 27.07.1944).
Minentreffer: 14.11.1944: Schwere Beschädigung durch sowjetische Minensperre vor Sassnitz (15 bis 18 Tote). Dank Schottenbauweise vor dem Sinken bewahrt und zur Reparatur nach Kiel geschleppt.
Kriegsende: März 1945 Liegeplatz in der Wik, später Verlegung in den Nord-Ostsee-Kanal und nach Glücksburg. Übernahme durch britische Truppen im Mai 1945.
Nachkriegsweg: 1948 Verkauf an Brasilien (Name: Guanabara). Seit 1962 Dienst in der portugiesischen Marine als Segelschulschiff Sagres (III).
Spezifische Besonderheiten
Galionsfigur: Das Schiff trug original einen hölzernen Reichsadler. Dieser verblieb auch während der brasilianischen Dienstzeit am Bug und befindet sich heute im Marinemuseum in Rio de Janeiro.
Schwesterschiffe: Die Schlageter gehört zur Gorch-Fock-Serie (Schwestern: Gorch Fock I, Horst Wessel, Mircea und Herbert Norkus).
Überlebensfähigkeit: Die aufwendige Reparatur im März 1945 trotz Ressourcenmangels unterstreicht den hohen symbolischen Wert der Segelschulschiffe für die Marineführung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Marineschulen (Bordausbildung der Offiziersanwärter auf Segelschulschiffen).
BArch PERS 6 Personalakten der Kriegsmarine (Nachweise über die Einschiffung der Crew X/43).
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Meldungen über den Minentreffer vor Sassnitz im November 1944).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten der Segelschulschiffe).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Rossberg, Karl "Segelschulschiff Albert Leo Schlageter" (Detaillierte Monografie zur Geschichte und zum Verbleib).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132