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Schlesien: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | !!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten [[Anmerkungen für Kriegsschiffe|Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe]] !!!
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| || colspan="3" | Die '''SMS SCHLESIEN''' war ein Linienschiff der Deutschland-Klasse (1904), der Kaiserlichen-, Reichs- und Kriegsmarine.
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! Datenblatt
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! '''Linienschiff Schlesien'''
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| colspan="3" | Die Schlesien war ein Linienschiff der Deutschland-Klasse. Als Veteranin dreier Marinen diente sie vornehmlich als Schulschiff für den Nachwuchs. Trotz ihres Alters nahm sie aktiv an den Küstenbeschießungen 1939 und 1945 sowie am Unternehmen Weserübung teil und sicherte in ihren letzten Stunden die Evakuierung über die Ostsee.
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! colspan="3" | Baudaten & Technische Maße
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| Bauwerft: || colspan="3" | F. Schichau-Werft, Danzig (Baunummer 751).
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| Kiellegung: || colspan="3" | 19.11.1904.
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| Stapellauf: || colspan="3" | 28.05.1906.
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| Indienststellung: || colspan="3" | 05.05.1908.
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| Tonnage: || colspan="3" | 13.191 t (Standard) / 14.218 t (Maximal).
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| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 127,60 m / Breite: 22,20 m / Tiefgang: 8,25 m.
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| Besatzung: || colspan="3" | 743 – 802 Mann (Stamm) + bis zu 250 Kadetten.
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! colspan="3" | Maschinenanlage & Ortung
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| Antrieb: || colspan="3" | 12 x Marine-Dampfkessel, 3 x 3-Zylinder-Verbundmaschinen (18.923 PS). Umstellung auf Ölfeuerung 1938/39.
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| Geschwindigkeit: || colspan="3" | 18,5 kn (34 km/h).
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| Ortung: || colspan="3" | FuMO 25 (Suchradar) und FuMB-6 (Radarortungsgerät) auf dem Fockmast (ab 1944).
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! colspan="3" | Bewaffnung im Wandel
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| Erstbewaffnung: || colspan="3" | 4 x 28 cm L/40, 14 x 17 cm L/40, 20 x 8,8 cm L/35 sowie 6 x 45 cm Torpedorohre.
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| Stand 1939: || colspan="3" | 4 x 28 cm L/40, 6 x 10,5 cm Flak, 4 x 3,7 cm Flak, 4 x 2 cm Flak. (Mittelartillerie teilweise an Hilfskreuzer Pinguin abgegeben).
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| Stand 1944: || colspan="3" | Massive Flak-Verstärkung (Einzel-, Doppel-, Vierfachlafetten) zur Verwendung als Flugabwehrschiff.
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! colspan="3" | Chronik der Schulfahrten & Auslandsreisen
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| Zweck: || colspan="3" | Die großen Auslandsreisen dienten der diplomatischen Repräsentation des Deutschen Reiches und der praktischen Ausbildung der Seekadetten in weltweiten Gewässern.
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| 1934 (Amerika): || colspan="3" | Große Reise nach Mittel- und Südamerika (u. a. Argentinien und Brasilien). Festigung des Rufes als „Botschafterin auf See“.
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| 1935 (Indien): || colspan="3" | Fahrt durch den Suezkanal nach Indien und Ostafrika. Intensive Schulung in tropischer Navigation.
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| 1936-1938: || colspan="3" | Erneute Reisen nach Südamerika sowie Nordatlantik-Fahrt nach Halifax (Kanada) und in die Karibik zur Schulung bei schwerem Wetter.
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! colspan="3" | Einsatzgeschichte & Gefechtschronik
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| 1939/40: || colspan="3" | Beschuss polnischer Stellungen (Hel/Jastarnia). Unternehmen Weserübung: Truppentransport nach Nyborg und Korsör.
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| 1941-1944: || colspan="3" | Sicherung von Minenunternehmungen in der Ostsee. Einsatz als Kadettenschulschiff, Wohnschiff und Eisbrecher.
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| 1945: || colspan="3" | Landzielbeschuss bei Danzig; Verwundetentransport (über 1.000 Mann). Schutz der Peenebrücke Wolgast.
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| Verbleib: || colspan="3" | 03.05.1945 Minentreffer (brit. Luftmine) vor Greifswalder Oie. In Swinemünde flach auf Grund gesetzt. 04.05.1945 gesprengt und in Brand gesetzt. Reste bis 1980 abgewrackt.
 
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| || colspan="3" | Der Kiel des Schlachtschiffes wurde am 19.11.1904 bei der Schichau-Werft in Danzig gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 28.05.1906 und die Indienststellung am 05.05.1908.
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| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von max. 14.218 t. Es war 127,60 m lang, 22,20 m breit und hatte einen Tiefgang von 8,25 m. 12 × Marinekessel und 3 × 3-Zyl.-Verbundmaschine erzeugten eine Leistung von 18.923 PS. Diese konnten das Schiff auf bis zu 18,5 kn (34 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 743 - 802 Mann.
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| || colspan="3" | Bewaffnet war die Schlesien mit: 4 × Sk 28,0 cm L/40 (340 Schuss) - 14 × Sk 17,0 cm L/40 (1.820 Schuss) - 20 × Sk 8,8 cm L/35 (2.800 Schuss) - 6 × 45,0 cm Torpedorohre
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| || colspan="3" | Ab 1939: 4 × Sk 28,0 cm L/40 - 6 × Flak 10,5 cm (1.800 Schuss) - 4 × Flak 3,7 cm - 4 × Flak 2,0 cm
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| Navigation: || colspan="3" | Die Weltreisen waren die „Feuertaufe“ für Generationen späterer U-Boot-Kommandanten (z. B. Prien, Schepke) in Astronavigation und Bordgemeinschaft.
 
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| || colspan="3" | '''Einsatzgeschichte:'''
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen (BArch PERS 6) markiert die Dienstzeit auf der Schlesien die Phase der bordpraktischen Reife vor der U-Spezialisierung.
 
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| || colspan="3" | Die Schlesien wurde am 01.03.1927 als Ersatz für die Hannover in die Reichsmarine übernommen und wieder in Dienst gestellt und war folgend im Flottendienst aktiv. In den Jahren 1938/1939 wurde die Antriebsanlage vollständig auf Ölfeuerung umgestellt.
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| || colspan="3" | Die SCHLESIEN nahm insgesamt nur begrenzt an Hilfseinsätzen für die Marine im Zweiten Weltkrieg teil, da das Schiff zu diesem Zeitpunkt bereits völlig veraltet war. Beim Angriff auf Polen im September 1939 beschoss sie zusammen mit ihrem Zwillingsschiff [[Schleswig-Holstein (Schulschiff)|SCHLESWIG-HOLSTEIN]] polnische Stellungen und Küstenbatterien des Befestigten Gebietes Hela und bei Jastarnia. Am 27.09.1939 lieferte sie sich ein Duell mit der dänischen Küstenbatterie Nr. 32, deren Granaten zwar in der Nähe explodierten, aber keinen größeren Schaden anrichteten. Die Mittelartillerie mit sechs 15 cm Kanonen wurde danach an den Hilfskreuzer PINGUIN abgegeben.
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| || colspan="3" | 1940 nahm die SCHLESIEN an der Besetzung Dänemarks während des Unternehmens Weserübung teil. Mit anderen Marineschiffen transportierte sie Soldaten zu den dänischen Hafenstädte Nyborg auf Fünen und Korsör auf Seeland, um dadurch die Verbindung zwischen den beiden dänischen Hauptinseln zu unterbrechen. Als die SCHLESWIG-HOLSTEIN in der Nähe von Langeland auf Grund lief, übernahm die SCHLESIEN einen Teil ihrer Vorräte, damit diese freikam. Im Jahr 1941, nach dem Angriff auf die UdSSR, wurde sie zum Schutz von Minenlegern zusammen mit der SCHLESWIG-HOLSTEIN bei der Verlegung von Minenfeldern in der östlichen Ostsee eingesetzt.
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| || colspan="3" | Sie war dann im Krieg bis 1944 als Kadettenschulschiff, Wohnschiff und Eisbrecher im Einsatz. In den Jahren 1943 und 1944 absolvierte das Schiff aufgrund der in dieser Phase des Krieges immer knapper werdenden deutschen Ölvorräte nur begrenzte Übungseinsätze in der Ostsee.
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| BArch RM 92 || colspan="3" | (Kriegstagebücher (KTB) der Schlesien sowie Reiseberichte der großen Auslandsreisen 1934-1938).
 
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| || colspan="3" | Während dieser Zeit wurde die Bewaffnung des Schiffes mehrmals überarbeitet. Im Jahr 1943 wurde zwei 37-mm-Zwillingskanonen zur Flugabwehr installiert, eine auf jeder Seite der Schiffsbrücke. 1944 wurde die Flugabwehrbewaffnung des Schiffes durch zahlreiche 20-mm-Geschütze, 40-mm-Geschütze und 10,5-cm-Flakgeschütze erheblich verstärkt, während andere frühere Geschütze entfernt wurden. Die Flakbewaffnung wurde auf Einzel-, Doppel- und Vierfachlafetten installiert. Über die genaue Anzahl der Geschütze gibt es unterschiedliche Angaben. Die Schlesien war nun außerdem mit einem FuMO-25-Suchradar und einem FuMB-6-Radarortungsgerät ausgestattet, die beide auf dem Fockmast installiert waren. Ab September 1944 diente sie mit verstärkter Flugabwehrartillerie als Flugabwehrschiff.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | (Personalakten mit Beurteilungen der Kadetten und Offiziersanwärter während der Bordkommandos).
 
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| || colspan="3" | Vom 15. bis 21.03.1945 wurde das Schiff von Danzig nach Gotenhafen und dann nach Sopot verlegt, um die deutschen Streitkräfte in diesem Gebiet im Kampf gegen Bodentruppen der Roten Armee mit Geschützen zu unterstützen. Anschließend wurde sie eingesetzt, um mehr als 1.000 verwundete Soldaten von Sopot nach Swinemünde zu transportieren, wo sie auch ihre Munition auffüllte. Anschließend blieb sie im Hafen, um die vorrückende sowjetische 2. Stoßarmee zu beschießen. Am 02.05.1945 erhielt sie den Befehl, die Peenebrücke Wolgast zu schützen, die Wolgast mit der Insel Usedom verband. Am 03.05.1945, 03.01 Uhr, lief sie südöstlich der Greifswalder Oie auf eine aus der Luft abgeworfene britische Grundmine. Der Minentreffer ereignete sich im Bereich des Vorschiffs und beschädigte das Schiff schwer. Zwei Seeleute wurden getötet. Die SCHLESIEN wurde vom Zerstörer Z 39 auf die Reede von Swinemünde geschleppt, wo sie mit ihrer Flugabwehr die Evakuierung von Usedom sicherte. Die Besatzung versenkte das Schiff im flachen Wasser, um es vor Luftangriffen und dem Risiko des Kenterns zu bewahren. Am Abend des 04.05.1945, mit dem Abschluss der Räumung von Usedom durch die Kriegsmarine, wurde die SCHLESIEN gesprengt und sank auf Grund. Weil aber Teile der Aufbauten aus dem Wasser ragten, legte man Feuer, um die Selbstzerstörung zu vollenden.
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| || colspan="3" | Mit der Verschrottung wurde vier Jahre nach dem Kriegsende begonnen. Die Arbeiten zogen sich sehr in die Länge, und erst 1970 waren die Überreste des Schiffs größtenteils abgewrackt. Noch im Jahre 1980 waren Reste zu sehen, die in den folgenden Jahren abgebrochen wurden.
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| || colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland [https://de.wikipedia.org/wiki/Schlesien_(Schiff) | → Schlesien]
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Technische Daten, Bewaffnungsvarianten und Radar-Ausrüstung).
 
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| Koop / Schmolke || colspan="3" | "Die Linienschiffe der Brandenburg- bis Deutschland-Klasse" (Einsatzgeschichte und Ausbildungsreisen).
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| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 16:22 Uhr

!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe !!!
Datenblatt Linienschiff Schlesien
Die Schlesien war ein Linienschiff der Deutschland-Klasse. Als Veteranin dreier Marinen diente sie vornehmlich als Schulschiff für den Nachwuchs. Trotz ihres Alters nahm sie aktiv an den Küstenbeschießungen 1939 und 1945 sowie am Unternehmen Weserübung teil und sicherte in ihren letzten Stunden die Evakuierung über die Ostsee.
Baudaten & Technische Maße
Bauwerft: F. Schichau-Werft, Danzig (Baunummer 751).
Kiellegung: 19.11.1904.
Stapellauf: 28.05.1906.
Indienststellung: 05.05.1908.
Tonnage: 13.191 t (Standard) / 14.218 t (Maximal).
Dimensionen: Länge: 127,60 m / Breite: 22,20 m / Tiefgang: 8,25 m.
Besatzung: 743 – 802 Mann (Stamm) + bis zu 250 Kadetten.
Maschinenanlage & Ortung
Antrieb: 12 x Marine-Dampfkessel, 3 x 3-Zylinder-Verbundmaschinen (18.923 PS). Umstellung auf Ölfeuerung 1938/39.
Geschwindigkeit: 18,5 kn (34 km/h).
Ortung: FuMO 25 (Suchradar) und FuMB-6 (Radarortungsgerät) auf dem Fockmast (ab 1944).
Bewaffnung im Wandel
Erstbewaffnung: 4 x 28 cm L/40, 14 x 17 cm L/40, 20 x 8,8 cm L/35 sowie 6 x 45 cm Torpedorohre.
Stand 1939: 4 x 28 cm L/40, 6 x 10,5 cm Flak, 4 x 3,7 cm Flak, 4 x 2 cm Flak. (Mittelartillerie teilweise an Hilfskreuzer Pinguin abgegeben).
Stand 1944: Massive Flak-Verstärkung (Einzel-, Doppel-, Vierfachlafetten) zur Verwendung als Flugabwehrschiff.
Chronik der Schulfahrten & Auslandsreisen
Zweck: Die großen Auslandsreisen dienten der diplomatischen Repräsentation des Deutschen Reiches und der praktischen Ausbildung der Seekadetten in weltweiten Gewässern.
1934 (Amerika): Große Reise nach Mittel- und Südamerika (u. a. Argentinien und Brasilien). Festigung des Rufes als „Botschafterin auf See“.
1935 (Indien): Fahrt durch den Suezkanal nach Indien und Ostafrika. Intensive Schulung in tropischer Navigation.
1936-1938: Erneute Reisen nach Südamerika sowie Nordatlantik-Fahrt nach Halifax (Kanada) und in die Karibik zur Schulung bei schwerem Wetter.
Einsatzgeschichte & Gefechtschronik
1939/40: Beschuss polnischer Stellungen (Hel/Jastarnia). Unternehmen Weserübung: Truppentransport nach Nyborg und Korsör.
1941-1944: Sicherung von Minenunternehmungen in der Ostsee. Einsatz als Kadettenschulschiff, Wohnschiff und Eisbrecher.
1945: Landzielbeschuss bei Danzig; Verwundetentransport (über 1.000 Mann). Schutz der Peenebrücke Wolgast.
Verbleib: 03.05.1945 Minentreffer (brit. Luftmine) vor Greifswalder Oie. In Swinemünde flach auf Grund gesetzt. 04.05.1945 gesprengt und in Brand gesetzt. Reste bis 1980 abgewrackt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Navigation: Die Weltreisen waren die „Feuertaufe“ für Generationen späterer U-Boot-Kommandanten (z. B. Prien, Schepke) in Astronavigation und Bordgemeinschaft.
Personalhistorie: In den Stammrollen (BArch PERS 6) markiert die Dienstzeit auf der Schlesien die Phase der bordpraktischen Reife vor der U-Spezialisierung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 92 (Kriegstagebücher (KTB) der Schlesien sowie Reiseberichte der großen Auslandsreisen 1934-1938).
BArch PERS 6 (Personalakten mit Beurteilungen der Kadetten und Offiziersanwärter während der Bordkommandos).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Technische Daten, Bewaffnungsvarianten und Radar-Ausrüstung).
Koop / Schmolke "Die Linienschiffe der Brandenburg- bis Deutschland-Klasse" (Einsatzgeschichte und Ausbildungsreisen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132