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Paul Beneke: Unterschied zwischen den Versionen

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! Datenblatt
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! '''Paul Beneke (ex Admiral)'''
 
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| Nationalität: || Deutsches Reich
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| Schiffstyp: || Fahrgastschiff - Stationstender - Navigationsschulschiff
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| colspan="3" | Die Paul Beneke war ein vielseitig eingesetztes Hilfsschiff der Kriegsmarine. Ursprünglich als chilenische Staatsyacht auf Kiel gelegt und als Fahrgastschiff fertiggestellt, diente sie nach ihrem Umbau vornehmlich als Stationstender und Navigationsschulschiff für die praktische Ausbildung des Offiziersnachwuchses.
 
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| Klasse: || /
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| Bauwerft: || Lindenau Werft, Memel
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| Kiellegung: || 00.01.1930
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! colspan="3" | Baudaten & Technische Maße
 
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| Stapellauf: || 13.06.1936
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| Indienststellung: || 00.08.1936
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| Bauwerft: || colspan="3" | Lindenau Werft, Memel (Baunummer 54/71).
 
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| Kiellegung: || colspan="3" | Januar 1930 (als Presidente Ibanez).
 
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! colspan="3" | Schiffsmaße
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| Stapellauf: || colspan="3" | 13.06.1936 (als Admiral).
 
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| Indienststellung: || colspan="3" | August 1936 (Zivildienst); 31.01.1938 (Kriegsmarine).
 
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| Tonnage: || 469 t (477 BRT)
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| Tonnage: || colspan="3" | 469 t / 477 BRT.
 
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| Länge: || 50,29 m
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| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 50,29 m / Breite: 7,60 m / Tiefgang: 2,80 m.
 
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| Breite: || 7,60 m
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| Besatzung: || colspan="3" | 40 Mann Stamm + 6 Ausbilder + 66 Auszubildende (Schulschiff-Status).
 
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| Tiefgang: || 2,80 m
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| Besatzungsstärke: || Schulschiff: 40 Mann + 6 Ausbilder + 66 Auszubildende
 
 
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! colspan="3" | Maschinenanlage
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! colspan="3" | Maschinenanlage & Leistung
 
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| Maschine: || 1 x Sulzer 6-Zylinder-Zweitakt-Dieselmotor
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| Maschine: || colspan="3" | 1 x Sulzer 6-Zylinder-Zweitakt-Dieselmotor.
 
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| Leistung: || 800 PS
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| Leistung: || colspan="3" | 800 PS.
 
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| Höchstgeschwindigkeit: || 12,5 kn (23 km/h)
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| Höchstgeschwindigkeit: || colspan="3" | 12,5 kn (ca. 23 km/h).
 
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! colspan="3" | Bewaffnung
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| Artillerie: || /
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! colspan="3" | Einsatzgeschichte & Gefechtschronik
 
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| Torpedobewaffnung: || /
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| U-Boot-Abwehr: || /
 
 
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| Ortung: || /
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| 1930-1936: || colspan="3" | Bauunterbrechung infolge politischer Unruhen in Chile. Fertigstellung als Passagierschiff Admiral für die Atlantic-Rhederei.
 
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| 1936-1937: || colspan="3" | Einsatz im Seedienst für "Kraft durch Freude" (KdF) auf den Routen Helgoland und Amrum.
 
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! colspan="3" | Einsatzgeschichte:
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| 1937-1938: || colspan="3" | Ankauf durch die Kriegsmarine (28.07.1937). Umbau zum Stationstender bei den Howaldtswerken Hamburg.
 
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| 1939-1945: || colspan="3" | Ab 12.02.1939 Einsatz als Navigationsschulschiff der Marineschule Mürwik. Durchführung zahlreicher Navigationsbelehrungsfahrten in der Ostsee zur praktischen Schulung der Fähnriche.
 
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| colspan="3" | Im Jahre 1930 wurde im Auftrag der chilenischen Regierung bei der Lindenau Werft in Memel ein Schiff mit der Baunummer 54 auf Kiel gelegt, das als Staatsyacht Presidente Ibanez für den damaligen Präsidenten Carlos Ibáñez dienen sollte. Nachdem Ibáñez am 26.07.1931 durch einen Generalstreik zum Rücktritt und ins Exil nach Argentinien gezwungen worden war, wurde der Weiterbau des Schiffs eingestellt, und der unfertige Schiffsrumpf blieb auf der Helling liegen. Erst 1936 fand sich ein Käufer: die Hansa-Tank-Reederei GmbH aus Hamburg erwarb das Schiff für die Atlantic-Rhederei F. & W. Joch als Korrespondenzreeder und ließ ihn, mit der neuen Baunummer 71, als Passagierschiff fertigstellen.  
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| 1945-1949: || colspan="3" | Britische Kriegsbeute. Einsatz im Vermessungsverband des Deutschen Hydrographischen Instituts (DHI), u.a. Vermessung der Wismarer Bucht (1947).
 
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| colspan="3" | Das Schiff lief am 13.06.1936 mit dem Namen Admiral vom Stapel.
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| 1952-2002: || colspan="3" | Wechselvolle Nachkriegsgeschichte als Vermessungsschiff (DHI/Wasserbau), mehrfache Eignerwechsel, Brand- und Frostschäden. 2002 in Leer abgewrackt.
 
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| colspan="3" | Die Übergabefahrt der Admiral von der Werft in Memel an die Atlantic-Rhederei F. & W. Joch in Hamburg erfolgte am 23.08.1936. Nach der Indienststellung fuhr die Admiral für die NS-Organisation Kraft durch Freude auf den Routen Hamburg – Helgoland und Cuxhaven – Amrum. Sie konnte bis zu 343 Passagiere befördern und hatte 13 Mann Besatzung.
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| colspan="3" | Bereits am 31.05.1937 verkaufte die Reederei das Schiff wegen der eingefahrenen Verluste wieder, Käufer war die Kriegsmarine. Diese teilte das Schiff am 28.07.1937 der Marineschule Mürwik in Flensburg zu, ließ es bei den Howaldtswerken Hamburg zum Stationstender umbauen und stellte es am 31.01.1938 mit dem neuen Namen Paul Beneke in Dienst. Während der Kieler Woche 1938 wurde das Schiff von Parteifunktionären der NSDAP als Unterkunft und Beobachtungsplattform genutzt. Ab dem 12.02.1939 diente es dann als Navigationsschulschiff der Marineschule Mürwik, dem Ausbildungsgebiet der Kriegsmarine. Die Besatzung bestand nun aus 1 Offizier und 39 Mannschaften, und 6 Offiziere und 66 Mannschaften konnten als Ausbilder bzw. Auszubildende an Bord Platz finden.
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| colspan="3" | Über die weitere Verwendung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs liegen keine Angaben vor. Im Mai 1945 wurde das Schiff britische Kriegsbeute.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| colspan="3" | Die Briten wiesen das Schiff dem Deutschen Hydrographischen Institut zu, in dessen Vermessungsverband es im Juni 1945 in Dienst gestellt wurde und bis zur Außerdienststellung am 06.12.1949 eingesetzt wurde.
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| colspan="3" | Die Vermessungstätigkeiten fanden auch vor der Küste der damaligen Sowjetischen Besatzungszone statt. Vom 25.07. bis 31.10.1947 vermaß die Paul Beneke die Wismarer Bucht und die Häfen von Wismar, Tarnewitz, Timmendorf und Rerik. Die für 1948 vorgesehene Weiterführung der geplanten Arbeiten vor Warnemünde, in den Fahrwassern nach Stralsund und vor Saßnitz kam wegen der ablehnenden Entscheidung der sowjetischen Marineleitung nicht mehr zustande.
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| Navigationsbelehrung: || colspan="3" | Die Paul Beneke diente als mobile Plattform für [[Navigationsbelehrungsfahrt|Navigationsbelehrungsfahrten]]. Hierbei wurde das an der M.S.M. erlernte theoretische Wissen in praktisches Koppel- und Sternbesteck unter Realbedingungen umgesetzt.
 
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| colspan="3" | Zum Jahresende 1949 wurde die Paul Beneke an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Hamburg abgegeben. Nach einer Überholung auf der Staatswerft Saatsee in Rendsburg wurde sie ab Mai 1952 beim Wiederaufbau von Helgoland und zu Vermessungsarbeiten in der Deutschen Bucht eingesetzt. 1953 wurde das Schiff zunächst in Kiel aufgelegt und dann gegen Ende des Jahres von der britischen Naval Craft Disposal Group an die Scheepvaartbedijf „Walcheren“ in Amsterdam zum Weiterverkauf veräußert. Ein geplanter Verkauf an die Rogaland Sjöguttskole (Rogaland Seemannsschule) in Norwegen wurde nicht realisiert, aber dann fand sich ein niederländischer Interessent, der es bei A. van der Grijp in Sliedrecht (Provinz Südholland) zum Kombischiff umbauen lassen wollte. Bald nach Beginn wurden die Arbeiten wieder eingestellt und das Schiff wurde erneut aufgelegt.
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| Ausbildung der Crews: || colspan="3" | Für künftige U-Boot-Wachoffiziere war die Zeit auf der Paul Beneke entscheidend, um die navigatorische Sicherheit zu erlangen, die später für das Anlaufen der Atlantikstützpunkte unter Funkstille notwendig war.
 
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| colspan="3" | 1959 wurde das Schiff nach Deutschland verkauft, in Tabu umbenannt und in Leer aufgelegt. Geplant, aber dann nicht ausgeführt, war ein Umbau zum Kreuzfahrtschiff. Das Schiff lag mehr als 20 Jahre ungenutzt in Leer. In dieser Zeit musste am 01.02.1970 ein Brand an Bord gelöscht werden. Am 02.03.1979 sank das Schiff aufgrund gebrochener Seewasserventile während einer starken Frostperiode; es wurde erst am 18.01.1980 wieder gehoben. Ende 1981 kaufte ein Unternehmer aus München das alte Schiff und ließ es nach Emden schleppen, um es zu einem Luxuskreuzfahrtschiff umbauen zu lassen, aber auch dieses Vorhaben kam nicht zur Ausführung. Stattdessen geriet das Schiff an seinem Liegeplatz am Eisenbahndock erneut in Brand, kenterte und sank. Erst 1990 fand sich ein neuer Käufer; das Schiff wurde im September 1990 wieder gehoben und an den Südkai geschleppt, dort dann aber wiederum aufgelegt. Danach lag das Schiff dort bis mindestens zum Jahr 2000. Im Oktober 2002 wurde das Schiff in Leer abgewrackt.
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Bildungswesens (zur Dokumentation der Navigationsbelehrungsfahrten und des Schulbetriebs an der M.S.M. Mürwik).
 
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| BArch RM 110 || colspan="3" | Unterlagen der Technischen Abteilung (zum Umbau und der maschinentechnischen Ausstattung des Tenders).
 
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| colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland → [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Beneke_(Schiff) | Paul Beneke]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen (zur Erfassung der Dienstzeiten von Spezialisten und Navigationslehrern an Bord).
 
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| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Standardwerk zu den technischen Daten und der komplexen Baugeschichte als Staatsyacht/Hilfsschiff).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Systematische Darstellung der Unterstellungsverhältnisse im Bereich der Schul- und Begleitboote).
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 15:28 Uhr

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Datenblatt Paul Beneke (ex Admiral)
Die Paul Beneke war ein vielseitig eingesetztes Hilfsschiff der Kriegsmarine. Ursprünglich als chilenische Staatsyacht auf Kiel gelegt und als Fahrgastschiff fertiggestellt, diente sie nach ihrem Umbau vornehmlich als Stationstender und Navigationsschulschiff für die praktische Ausbildung des Offiziersnachwuchses.
Baudaten & Technische Maße
Bauwerft: Lindenau Werft, Memel (Baunummer 54/71).
Kiellegung: Januar 1930 (als Presidente Ibanez).
Stapellauf: 13.06.1936 (als Admiral).
Indienststellung: August 1936 (Zivildienst); 31.01.1938 (Kriegsmarine).
Tonnage: 469 t / 477 BRT.
Dimensionen: Länge: 50,29 m / Breite: 7,60 m / Tiefgang: 2,80 m.
Besatzung: 40 Mann Stamm + 6 Ausbilder + 66 Auszubildende (Schulschiff-Status).
Maschinenanlage & Leistung
Maschine: 1 x Sulzer 6-Zylinder-Zweitakt-Dieselmotor.
Leistung: 800 PS.
Höchstgeschwindigkeit: 12,5 kn (ca. 23 km/h).
Einsatzgeschichte & Gefechtschronik
1930-1936: Bauunterbrechung infolge politischer Unruhen in Chile. Fertigstellung als Passagierschiff Admiral für die Atlantic-Rhederei.
1936-1937: Einsatz im Seedienst für "Kraft durch Freude" (KdF) auf den Routen Helgoland und Amrum.
1937-1938: Ankauf durch die Kriegsmarine (28.07.1937). Umbau zum Stationstender bei den Howaldtswerken Hamburg.
1939-1945: Ab 12.02.1939 Einsatz als Navigationsschulschiff der Marineschule Mürwik. Durchführung zahlreicher Navigationsbelehrungsfahrten in der Ostsee zur praktischen Schulung der Fähnriche.
1945-1949: Britische Kriegsbeute. Einsatz im Vermessungsverband des Deutschen Hydrographischen Instituts (DHI), u.a. Vermessung der Wismarer Bucht (1947).
1952-2002: Wechselvolle Nachkriegsgeschichte als Vermessungsschiff (DHI/Wasserbau), mehrfache Eignerwechsel, Brand- und Frostschäden. 2002 in Leer abgewrackt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Navigationsbelehrung: Die Paul Beneke diente als mobile Plattform für Navigationsbelehrungsfahrten. Hierbei wurde das an der M.S.M. erlernte theoretische Wissen in praktisches Koppel- und Sternbesteck unter Realbedingungen umgesetzt.
Ausbildung der Crews: Für künftige U-Boot-Wachoffiziere war die Zeit auf der Paul Beneke entscheidend, um die navigatorische Sicherheit zu erlangen, die später für das Anlaufen der Atlantikstützpunkte unter Funkstille notwendig war.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Inspektion des Bildungswesens (zur Dokumentation der Navigationsbelehrungsfahrten und des Schulbetriebs an der M.S.M. Mürwik).
BArch RM 110 Unterlagen der Technischen Abteilung (zum Umbau und der maschinentechnischen Ausstattung des Tenders).
BArch PERS 6 Personalunterlagen (zur Erfassung der Dienstzeiten von Spezialisten und Navigationslehrern an Bord).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Standardwerk zu den technischen Daten und der komplexen Baugeschichte als Staatsyacht/Hilfsschiff).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Systematische Darstellung der Unterstellungsverhältnisse im Bereich der Schul- und Begleitboote).
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ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132