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Paul Beneke: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die '''PAUL BENEKE''' war ein 1936 gebautes Fahrgastschiff, das die deutsche Kriegsmarine ab 1937 als Stationstender, ab 1939 als Navigationsschulschiff nutzte. Zuvor war es bei der Atlantic-Rhederei F. & W. Joch in der Nordsee im Einsatz.
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| colspan="3" | Die Paul Beneke war ein vielseitig eingesetztes Hilfsschiff der Kriegsmarine. Ursprünglich als chilenische Staatsyacht auf Kiel gelegt und als Fahrgastschiff fertiggestellt, diente sie nach ihrem Umbau vornehmlich als Stationstender und Navigationsschulschiff für die praktische Ausbildung des Offiziersnachwuchses.
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| Bauwerft: || colspan="3" | Lindenau Werft, Memel (Baunummer 54/71).
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| Kiellegung: || colspan="3" | Januar 1930 (als Presidente Ibanez).
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| Indienststellung: || colspan="3" | August 1936 (Zivildienst); 31.01.1938 (Kriegsmarine).
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| Tonnage: || colspan="3" | 469 t / 477 BRT.
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| Besatzung: || colspan="3" | 40 Mann Stamm + 6 Ausbilder + 66 Auszubildende (Schulschiff-Status).
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| 1930-1936: || colspan="3" | Bauunterbrechung infolge politischer Unruhen in Chile. Fertigstellung als Passagierschiff Admiral für die Atlantic-Rhederei.
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| 1936-1937: || colspan="3" | Einsatz im Seedienst für "Kraft durch Freude" (KdF) auf den Routen Helgoland und Amrum.
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| 1937-1938: || colspan="3" | Ankauf durch die Kriegsmarine (28.07.1937). Umbau zum Stationstender bei den Howaldtswerken Hamburg.
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| 1939-1945: || colspan="3" | Ab 12.02.1939 Einsatz als Navigationsschulschiff der Marineschule Mürwik. Durchführung zahlreicher Navigationsbelehrungsfahrten in der Ostsee zur praktischen Schulung der Fähnriche.
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| 1945-1949: || colspan="3" | Britische Kriegsbeute. Einsatz im Vermessungsverband des Deutschen Hydrographischen Instituts (DHI), u.a. Vermessung der Wismarer Bucht (1947).
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| 1952-2002: || colspan="3" | Wechselvolle Nachkriegsgeschichte als Vermessungsschiff (DHI/Wasserbau), mehrfache Eignerwechsel, Brand- und Frostschäden. 2002 in Leer abgewrackt.
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| Navigationsbelehrung: || colspan="3" | Die Paul Beneke diente als mobile Plattform für [[Navigationsbelehrungsfahrt|Navigationsbelehrungsfahrten]]. Hierbei wurde das an der M.S.M. erlernte theoretische Wissen in praktisches Koppel- und Sternbesteck unter Realbedingungen umgesetzt.
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| Ausbildung der Crews: || colspan="3" | Für künftige U-Boot-Wachoffiziere war die Zeit auf der Paul Beneke entscheidend, um die navigatorische Sicherheit zu erlangen, die später für das Anlaufen der Atlantikstützpunkte unter Funkstille notwendig war.
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| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von 469 t. Es war 50,29 m lang, 7,60 m breit und hatte einen Tiefgang von 2,80 m. 1 x Sulzer 6-Zylinder-Zweitakt-Dieselmotor erzeugte eine Leistung von 800 PS. Diese konnten das Schiff auf bis zu 12,5 kn (23 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 6 Offiziere. 66 Mann konnten als Ausbilder bzw. Auszubildende an Bord Platz finden.
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Inspektion des Bildungswesens (zur Dokumentation der Navigationsbelehrungsfahrten und des Schulbetriebs an der M.S.M. Mürwik).
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| BArch RM 110 || colspan="3" | Unterlagen der Technischen Abteilung (zum Umbau und der maschinentechnischen Ausstattung des Tenders).
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalunterlagen (zur Erfassung der Dienstzeiten von Spezialisten und Navigationslehrern an Bord).
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| || colspan="3" | Die Paul Beneke war nicht bewaffnet.
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Standardwerk zu den technischen Daten und der komplexen Baugeschichte als Staatsyacht/Hilfsschiff).
 
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| || colspan="3" | '''Einsatzgeschichte'''
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Systematische Darstellung der Unterstellungsverhältnisse im Bereich der Schul- und Begleitboote).
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| || colspan="3" | Am 31.05.1937 verkaufte die Reederei das Schiff wegen der eingefahrenen Verluste wieder, Käufer war die Kriegsmarine. Diese teilte das Schiff am 28.07.1937 der Marineschule Mürwik in Flensburg zu, ließ es bei den Howaldtswerken Hamburg zum Stationstender umbauen und stellte es am 31.01.1938 mit dem neuen Namen PAUL BENEKE in Dienst. Es diente vorwiegend der Navigationsbelehrungsfahrt für Offiziersanwärter.
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 16. Februar 2026, 15:28 Uhr

!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe !!!
Datenblatt Paul Beneke (ex Admiral)
Die Paul Beneke war ein vielseitig eingesetztes Hilfsschiff der Kriegsmarine. Ursprünglich als chilenische Staatsyacht auf Kiel gelegt und als Fahrgastschiff fertiggestellt, diente sie nach ihrem Umbau vornehmlich als Stationstender und Navigationsschulschiff für die praktische Ausbildung des Offiziersnachwuchses.
Baudaten & Technische Maße
Bauwerft: Lindenau Werft, Memel (Baunummer 54/71).
Kiellegung: Januar 1930 (als Presidente Ibanez).
Stapellauf: 13.06.1936 (als Admiral).
Indienststellung: August 1936 (Zivildienst); 31.01.1938 (Kriegsmarine).
Tonnage: 469 t / 477 BRT.
Dimensionen: Länge: 50,29 m / Breite: 7,60 m / Tiefgang: 2,80 m.
Besatzung: 40 Mann Stamm + 6 Ausbilder + 66 Auszubildende (Schulschiff-Status).
Maschinenanlage & Leistung
Maschine: 1 x Sulzer 6-Zylinder-Zweitakt-Dieselmotor.
Leistung: 800 PS.
Höchstgeschwindigkeit: 12,5 kn (ca. 23 km/h).
Einsatzgeschichte & Gefechtschronik
1930-1936: Bauunterbrechung infolge politischer Unruhen in Chile. Fertigstellung als Passagierschiff Admiral für die Atlantic-Rhederei.
1936-1937: Einsatz im Seedienst für "Kraft durch Freude" (KdF) auf den Routen Helgoland und Amrum.
1937-1938: Ankauf durch die Kriegsmarine (28.07.1937). Umbau zum Stationstender bei den Howaldtswerken Hamburg.
1939-1945: Ab 12.02.1939 Einsatz als Navigationsschulschiff der Marineschule Mürwik. Durchführung zahlreicher Navigationsbelehrungsfahrten in der Ostsee zur praktischen Schulung der Fähnriche.
1945-1949: Britische Kriegsbeute. Einsatz im Vermessungsverband des Deutschen Hydrographischen Instituts (DHI), u.a. Vermessung der Wismarer Bucht (1947).
1952-2002: Wechselvolle Nachkriegsgeschichte als Vermessungsschiff (DHI/Wasserbau), mehrfache Eignerwechsel, Brand- und Frostschäden. 2002 in Leer abgewrackt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Navigationsbelehrung: Die Paul Beneke diente als mobile Plattform für Navigationsbelehrungsfahrten. Hierbei wurde das an der M.S.M. erlernte theoretische Wissen in praktisches Koppel- und Sternbesteck unter Realbedingungen umgesetzt.
Ausbildung der Crews: Für künftige U-Boot-Wachoffiziere war die Zeit auf der Paul Beneke entscheidend, um die navigatorische Sicherheit zu erlangen, die später für das Anlaufen der Atlantikstützpunkte unter Funkstille notwendig war.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Inspektion des Bildungswesens (zur Dokumentation der Navigationsbelehrungsfahrten und des Schulbetriebs an der M.S.M. Mürwik).
BArch RM 110 Unterlagen der Technischen Abteilung (zum Umbau und der maschinentechnischen Ausstattung des Tenders).
BArch PERS 6 Personalunterlagen (zur Erfassung der Dienstzeiten von Spezialisten und Navigationslehrern an Bord).
Literaturverweise
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Standardwerk zu den technischen Daten und der komplexen Baugeschichte als Staatsyacht/Hilfsschiff).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Systematische Darstellung der Unterstellungsverhältnisse im Bereich der Schul- und Begleitboote).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132