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HMS Wolverine (D.78): Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | !!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten [[Anmerkungen für Kriegsschiffe|Klick hier → Anmerkungen für Kriegsschiffe]] !!!
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| || colspan="3" | Die '''HMS WOLVERINE (D.78)''' war ein Zerstörer der modifizierten W-Klasse der britischen Royal Navy.
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| || colspan="3" | Der Kiel des Zerstörers wurde am 08.10.1918 bei J. Samuel White in Cowes gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 17.07.1919 und die Indienststellung am 27.02.1920.
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! Datenblatt
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! '''HMS Wolverine (D.78)'''
 
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| || colspan="3" | Das Schiff hatte eine Verdrängung von 1.325 ts. Es war 95,10 m lang, 9,00 m breit und einen Tiefgang von 3,43 m. 3 White-Forster-Kessel mit Brown-Curtis-Turbinen erzeugten eine Leistung von 27.500 PS (20.226 kW). Konnten das Schiff auf bis zu 34 kn (63 km/h) beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 127 Mann.
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| colspan="3" | Die HMS Wolverine war ein britischer Zerstörer der modifizierten W-Klasse, der im Zweiten Weltkrieg zu einem der profiliertesten Geleitschiffe der Royal Navy wurde. Bekanntheit erlangte sie durch die Jagd auf deutsche U-Boot-Asse in der Biskaya und im Nordatlantik sowie durch einen spektakulären Rammstoß gegen ein italienisches U-Boot im Mittelmeer.
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! colspan="3" | Baudaten & Technische Maße
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| || colspan="3" | 2 × Sk 120 mm Mk.I, 1 × Flak 76 mm L/40, 2 × Flak 40 mm L/39 Mk.II (Pom-Pom), 2 × Flak 20 mm L/70 Oerlikon, 3 × Torpedorohr 533 mm, 2 Wabowerfer, 4 Waboablaufgestelle, 70 [[Wasserbombe|Wasserbomben]], 1 × [[Hedgehog]] (24 Schuss).
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| Bauwerft: || colspan="3" | J. Samuel White, Cowes (Isle of Wight).
 
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| || colspan="3" | Die Boote der modifizierten W-Klasse verwendeten den gleichen Rumpf wie alle Boote der V- und W-Klasse, waren aber als einzige der Klasse mit dem bei den Flottillenführern der Scott-Klasse eingeführten 120-mm-Geschütz bewaffnet. Als Torpedowaffe verfügten sie über zwei Drillingsrohrsätze.
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| Kiellegung: || colspan="3" | 08.10.1918.
 
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| || colspan="3" | Als die HMS WOLVERINE 1942 zu einem „short range escort“ umgebaut wurde, gab sie zwei ihrer Geschütze ab. Das „A“-Geschütz durch einen 24-rohrigen Hedgehog-Salvenwerfer ersetzt. Das Y-Geschütz machte für einen größeren Wasserbombenvorrat Platz. Der hintere Torpedosatz wurde entfernt und an seiner Stelle ein 12-Pfünder-Flugabwehrgeschütz eingebaut. Dazu kam ein modernes Radar auf die Brücke.
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| Stapellauf: || colspan="3" | 17.07.1919.
 
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| || colspan="3" | Nach ihrer Fertigstellung 1920 diente die HMS WOLVERINE bei der 3. Zerstörerflottille erst bei der Atlantikflotte, dann bei der Mittelmeerflotte. Die ökonomischen Schwierigkeiten zwangen auch die Royal Navy zur Verringerung der aktiven Flotte, so dass die HMS WOLVERINE der Reserve zugeordnet wurde. 1932 gehörte sie zu den Reserveeinheiten in Rosyth.
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| Indienststellung: || colspan="3" | 27.02.1920 (Reaktivierung August 1939).
 
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| || colspan="3" | Im August 1939 wurde der Zerstörer wieder aktiviert und der 15. Zerstörerflottille zugeordnet. Bis April 1940 sicherte sie die Zufahrtswege zu den Britischen Inseln. Anfang April 1940 wurde sie der Home Fleet zur Sicherung der Truppentransporte nach Norwegen gegen das deutsche [[Unternehmen Weserübung]] zugewiesen.
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| Tonnage: || colspan="3" | 1.140 ts (Standard) / 1.550 ts (Maximal).
 
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| || colspan="3" | Am 14./15.05.1940 sicherte die HMS WOLVERINE zusammen mit der Sloop STORK den Transporter CHROBRY  (11.442 BRT), der ein britisches Bataillon nach Bodø transportieren sollte. Der Verband wurde im Vestfjord von Ju-87- Sturzkampfbombern der I./StG 1 angegriffen, die den Transporter trafen, der aufgegeben werden musste. Die HMS WOLVERINE ging längsseits der brennenden CHROBRY und übernahm 694 Soldaten, die sie in Harstad absetzte. Die restlichen Überlebenden übernahm die anfangs nur den Luftangriff bekämpfende HMS STORK. Anfang Juni gehörte der Zerstörer zu den Sicherungskräften der Evakuierungskonvois beim Rückzug der Alliierten aus Norwegen.
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| Dimensionen: || colspan="3" | Länge: 95,09 m / Breite: 8,99 m / Tiefgang: 3,43 m.
 
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| || colspan="3" | Ab August 1940 diente die HMS WOLVERINE in der 4. Escort Group zur U-Bootabwehr auf den nordwestlichen Zufahrten nach Großbritannien. Anfang 1941 wurde sie mit Radar ausgestattet. Anfang März 1941 gehörte sie zu den Sicherungskräften des Geleitzuges OB-293, der von [[U 47]] südlich Island entdeckt und beschattet wurde. Dabei wurde ihr die Versenkung von [[U 47]] unter Kapitänleutnant [[Günther Prien]] zugeschrieben. Tatsächlich attackierte sie wohl [[U A]], das aber schwer beschädigt zu den Basen in Frankreich zurückkehren konnte.
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| Antrieb: || colspan="3" | 2 Yarrow-Wasserrohrkessel, 2 Brown-Curtis-Getriebeturbinen, 27.000 PS.
 
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| || colspan="3" | Am 05.04.1941 gelang der HMS WOLVERINE bei der Sicherung des Konvois SC26 zusammen mit der Sloop HMS SCARBOROUGH die Versenkung von [[U 76]]. Bis zum Januar 1942 wurde die HMS WOLVERINE in der Regel von Schottland aus zum Einsatz gebracht. Von Februar bis Mai 1942 erfolgte dann der Umbau des Zerstörers zu einem „short range escort“.
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| Geschwindigkeit: || colspan="3" | 34 kn (ca. 63 km/h).
 
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| || colspan="3" | Ab dem 21.06.1942 wurde die HMS WOLVERINE wieder eingesetzt und lief mit dem Konvoi WS-20 bis Gibraltar, ihrer neuen Basis. Im August 1942 sicherte die HMS WOLVERINE während der Versorgungsoperation "Pedestal" für Malta den Flugzeugträger HMS FURIOUS zusammen mit den Zerstörern HMS KEPPEL, HMS MALCOLM, HMS VENOMOUS und HMS WRESTLER. Die HMS FURIOUS startete südlich der Balearen 37 Spitfires zur Verstärkung der Luftverteidigung Maltas. Auf dem Rückmarsch rammte und versenkte die HMS WOLVERINE am 12.08.1942 das italienische U-Boot DAGABUR, das den Träger angreifen wollte. Dabei beschädigte sie sich selbst schwer. Mit nur einer einsatzbereiten Turbine lief sie nach Gibraltar zurück. Nach einer Notreparatur und mit einem Behelfsbug lief sie dann nach England zurück und wurde dort überholt.
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| Besatzung: || colspan="3" | 127 Mann.
 
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| || colspan="3" | Am 18.12.1942 war das Boot wieder einsatzbereit, um wieder zur Sicherung der Northwestern Approaches zu dienen. Am 27.02.1943 verlegte sie als Sicherung des Konvois WS-27 zum neuen Stationierungsort Freetown. Bis Januar 1944 diente sie von dort als zeitweise Sicherung passierender Mittelost-Konvois auf dem Weg nach Kapstadt. Im Januar 1944 kehrte sie zur routinemäßigen Instandsetzung nach England zurück. Bis zum Kriegsende in Europa sicherte sie wieder Atlantikkonvois in der letzten Phase des Marsches zu den Britischen Inseln.
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| || colspan="3" | Mit der deutschen Kapitulation im Mai 1945 endete der Einsatz der Wolverine. Im August 1945 wurde sie außer Dienst gestellt und 1946 in Troon abgewrackt.
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! colspan="3" | Ursprüngliche Bewaffnung (Stand 1920 / 1939)
 
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| || colspan="3" | Aus Wikipedia/Deutschland → [https://de.wikipedia.org/wiki/HMS_Wolverine_(D78) | HMS Wolverine (D.78)]
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| Artillerie: || colspan="3" | 4 x 120 mm (4.7 inch) Mk.I Seezielgeschütze in Einzellafetten.
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| Flak: || colspan="3" | 2 x 40 mm (2-pdr) "Pom-Pom" Flak.
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| Torpedos: || colspan="3" | 6 x 533 mm Torpedorohre in zwei Drillingssätzen.
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| U-Abwehr: || colspan="3" | Minimale Kapazität an Wasserbomben (ca. 20 Stück), keine spezialisierte Ortung.
 
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! colspan="3" | Bewaffnung & Ortung (Stand 1942 nach Umbau zum SRE)
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| Artillerie: || colspan="3" | Reduziert auf 2 x 102 mm (4 inch) Mk.V, 1 x 76 mm Flak, 2 x 40 mm "Pom-Pom", 2 x 20 mm Oerlikon.
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| Torpedos: || colspan="3" | Reduziert auf 3 x 533 mm Torpedorohre (ein Satz entfernt für Flak/Wabos).
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| U-Abwehr: || colspan="3" | Massiv verstärkt: 2 Wabowerfer, 3 Ablaufschienen (70 [[Wasserbombe|Wasserbomben]]), [[Hedgehog]]-Werfer.
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| Ortungstechnik: || colspan="3" | Nachrüstung mit [[Asdic]] (Schallortung) und [[Radar]] (Typ 271 oder 286).
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! colspan="3" | Einsatzgeschichte & U-Boot-Jagd
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| Norwegen 1940: || colspan="3" | Einsatz beim [[Unternehmen Weserübung]]. Rettung von 694 Soldaten des brennenden Transporters "Chrobry" nach einem Angriff durch Ju-87 Stukas.
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| Die Prien-Kontroverse: || colspan="3" | Im März 1941 (Konvoi OB-293) wurde ihr die Versenkung von [[U 47]] (Prien) zugeschrieben. Tatsächlich attackierte sie vermutlich [[U A]], das schwer beschädigt entkam. Das Schicksal von U 47 bleibt unklar.
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| Erfolg gegen U 76: || colspan="3" | Am 05.04.1941 (Konvoi SC-26) zwang die Wolverine zusammen mit HMS Scarborough das Boot [[U 76]] durch Wasserbomben zum Auftauchen. 42 Mann der Besatzung wurden gerettet.
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| Rammstoß "Dagabur": || colspan="3" | Am 12.08.1942 (Operation Pedestal) rammte die Wolverine das italienische U-Boot "Dagabur" und versenkte es. Der Zerstörer verlor dabei den Bug und kehrte mit einem provisorischen "Behelfsbug" nach England zurück.
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! colspan="3" | Das Ende des Schiffes
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| Kriegsende: || colspan="3" | Nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 endete der aktive Einsatz der Wolverine. Sie hatte den gesamten Krieg über im harten Geleitdienst gestanden.
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| Außerdienststellung: || colspan="3" | Im August 1945 wurde das Schiff aufgrund seines Alters und der hohen strukturellen Beanspruchung außer Dienst gestellt.
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| Verbleib: || colspan="3" | Im Jahr 1946 wurde der Zerstörer zum Abbruch verkauft und schließlich in Troon (Schottland) abgewrackt.
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| Modernisierung: || colspan="3" | Der Umbau zum "short range escort" (SRE) verdeutlicht die alliierte Notwendigkeit, zugunsten der U-Jagd (Wabos/Hedgehog) auf schwere Seeziel-Artillerie und Torpedosätze zu verzichten.
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| Taktischer Gegner: || colspan="3" | Die Wolverine galt als aggressiv geführtes Schiff. Ihr früher Einsatz von Radar machte sie zu einem gefährlichen Gegner für "Fühlungshalter", die nachts über Wasser operierten.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Akten der Seekriegsleitung (Skl). Berichte über die Geleitzugschlachten 1941 und die Bewertung der britischen Zerstörer-Abwehr.
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| ADM 199 || colspan="3" | Discovery TNA: War Diaries der Royal Navy. Berichte über Geleitzugkämpfe und U-Jagd-Operationen der HMS Wolverine.
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| BArch RM 6 || colspan="3" | Unterlagen der Abteilung "Fremde Marinen" zur technischen Analyse der britischen W-Klasse.
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| Busch / Röll || colspan="3" | "Der U-Boot-Krieg 1939-1945". Band 4: "Deutsche U-Boot-Verluste" (Analyse der Gefechte mit der Wolverine).
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| Rohwer, Jürgen || colspan="3" | "Chronik des Seekrieges 1939-1945" (Systematische Darstellung der Konvoi-Einsätze).
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| Lenton, H. T. || colspan="3" | "British Fleet Destroyers" (Technische Details zur W-Klasse und den kriegsbedingten Umbauten).
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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Aktuelle Version vom 15. Februar 2026, 18:59 Uhr

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Datenblatt HMS Wolverine (D.78)
Die HMS Wolverine war ein britischer Zerstörer der modifizierten W-Klasse, der im Zweiten Weltkrieg zu einem der profiliertesten Geleitschiffe der Royal Navy wurde. Bekanntheit erlangte sie durch die Jagd auf deutsche U-Boot-Asse in der Biskaya und im Nordatlantik sowie durch einen spektakulären Rammstoß gegen ein italienisches U-Boot im Mittelmeer.
Baudaten & Technische Maße
Bauwerft: J. Samuel White, Cowes (Isle of Wight).
Kiellegung: 08.10.1918.
Stapellauf: 17.07.1919.
Indienststellung: 27.02.1920 (Reaktivierung August 1939).
Tonnage: 1.140 ts (Standard) / 1.550 ts (Maximal).
Dimensionen: Länge: 95,09 m / Breite: 8,99 m / Tiefgang: 3,43 m.
Antrieb: 2 Yarrow-Wasserrohrkessel, 2 Brown-Curtis-Getriebeturbinen, 27.000 PS.
Geschwindigkeit: 34 kn (ca. 63 km/h).
Besatzung: 127 Mann.
Ursprüngliche Bewaffnung (Stand 1920 / 1939)
Artillerie: 4 x 120 mm (4.7 inch) Mk.I Seezielgeschütze in Einzellafetten.
Flak: 2 x 40 mm (2-pdr) "Pom-Pom" Flak.
Torpedos: 6 x 533 mm Torpedorohre in zwei Drillingssätzen.
U-Abwehr: Minimale Kapazität an Wasserbomben (ca. 20 Stück), keine spezialisierte Ortung.
Bewaffnung & Ortung (Stand 1942 nach Umbau zum SRE)
Artillerie: Reduziert auf 2 x 102 mm (4 inch) Mk.V, 1 x 76 mm Flak, 2 x 40 mm "Pom-Pom", 2 x 20 mm Oerlikon.
Torpedos: Reduziert auf 3 x 533 mm Torpedorohre (ein Satz entfernt für Flak/Wabos).
U-Abwehr: Massiv verstärkt: 2 Wabowerfer, 3 Ablaufschienen (70 Wasserbomben), Hedgehog-Werfer.
Ortungstechnik: Nachrüstung mit Asdic (Schallortung) und Radar (Typ 271 oder 286).
Einsatzgeschichte & U-Boot-Jagd
Norwegen 1940: Einsatz beim Unternehmen Weserübung. Rettung von 694 Soldaten des brennenden Transporters "Chrobry" nach einem Angriff durch Ju-87 Stukas.
Die Prien-Kontroverse: Im März 1941 (Konvoi OB-293) wurde ihr die Versenkung von U 47 (Prien) zugeschrieben. Tatsächlich attackierte sie vermutlich U A, das schwer beschädigt entkam. Das Schicksal von U 47 bleibt unklar.
Erfolg gegen U 76: Am 05.04.1941 (Konvoi SC-26) zwang die Wolverine zusammen mit HMS Scarborough das Boot U 76 durch Wasserbomben zum Auftauchen. 42 Mann der Besatzung wurden gerettet.
Rammstoß "Dagabur": Am 12.08.1942 (Operation Pedestal) rammte die Wolverine das italienische U-Boot "Dagabur" und versenkte es. Der Zerstörer verlor dabei den Bug und kehrte mit einem provisorischen "Behelfsbug" nach England zurück.
Das Ende des Schiffes
Kriegsende: Nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 endete der aktive Einsatz der Wolverine. Sie hatte den gesamten Krieg über im harten Geleitdienst gestanden.
Außerdienststellung: Im August 1945 wurde das Schiff aufgrund seines Alters und der hohen strukturellen Beanspruchung außer Dienst gestellt.
Verbleib: Im Jahr 1946 wurde der Zerstörer zum Abbruch verkauft und schließlich in Troon (Schottland) abgewrackt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Modernisierung: Der Umbau zum "short range escort" (SRE) verdeutlicht die alliierte Notwendigkeit, zugunsten der U-Jagd (Wabos/Hedgehog) auf schwere Seeziel-Artillerie und Torpedosätze zu verzichten.
Taktischer Gegner: Die Wolverine galt als aggressiv geführtes Schiff. Ihr früher Einsatz von Radar machte sie zu einem gefährlichen Gegner für "Fühlungshalter", die nachts über Wasser operierten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche & | The National Archives (UK)
BArch RM 7 Akten der Seekriegsleitung (Skl). Berichte über die Geleitzugschlachten 1941 und die Bewertung der britischen Zerstörer-Abwehr.
ADM 199 Discovery TNA: War Diaries der Royal Navy. Berichte über Geleitzugkämpfe und U-Jagd-Operationen der HMS Wolverine.
BArch RM 6 Unterlagen der Abteilung "Fremde Marinen" zur technischen Analyse der britischen W-Klasse.
Literaturverweise
Busch / Röll "Der U-Boot-Krieg 1939-1945". Band 4: "Deutsche U-Boot-Verluste" (Analyse der Gefechte mit der Wolverine).
Rohwer, Jürgen "Chronik des Seekrieges 1939-1945" (Systematische Darstellung der Konvoi-Einsätze).
Lenton, H. T. "British Fleet Destroyers" (Technische Details zur W-Klasse und den kriegsbedingten Umbauten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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