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Flakleiter-B-Lehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 12:58 Uhr

Datenblatt Flakleiter-B-Lehrgang
Der Flakleiter-B-Lehrgang war die spezialisierte technische und taktische Qualifikation für Offiziere der Kriegsmarine, um das Feuer der leichten und mittleren Flugabwehrartillerie (Kaliber 2 cm bis 3,7 cm, teilweise 4 cm) zu führen. Das „B“ steht hier für einen Besonderen Belehrungslehrgang.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Mit der rasanten Entwicklung der Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg reichte die allgemeine Artillerieausbildung nicht mehr aus. Die Marine schuf spezialisierte Lehrgänge, um die Trefferquote gegen schnell fliegende Sturzkampf- und Tiefflieger zu erhöhen.
Funktion: Ausbildung zum fachkundigen Leiter einer Flak-Batterie oder einer Flak-Gruppe auf Schiffen und an Land.
Inhalte: Flugzeugerkennung (Freund-Feind-Kennung), Ballistik für bewegliche Luftziele, Handhabung von Entfernungsmessgeräten (z. B. Em 1m oder Em 0,7m) und die Koordination der Geschützbedienungen.
Spezifizierung „B“: In der Marine-Systematik stand „B“ für die leichte Flak. Diese war auf fast allen Schiffstypen (vom Vorpostenboot bis zum Schlachtschiff) und eben massiv auf U-Booten vertreten.
Standorte: Zentrale Ausbildung an der Flakartillerieschule (F.A.S.) in Misdroy (Wollin) oder an der Schiffsartillerieschule (S.A.S.) in Sassnitz/Svinemünde.
Ende: Die Lehrgänge wurden bis zur Einstellung des Schulbetriebs im März 1945 durchgeführt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Abwehrkampf: Da U-Boote ab 1943 gezwungen waren, den Durchbruch durch die Biskaya oft im Überwasserkampf gegen alliierte Flieger zu erzwingen, wurde dieser Lehrgang zur „Lebensversicherung“ für die Besatzung.
Dienststellung: Auf U-Booten füllte der II. Wachoffizier (II WO) nach diesem Lehrgang die Rolle des Flakleiters aus. Er stand bei Flak-Alarm auf dem Wintergarten (Flak-Plattform) und dirigierte das Feuer.
Taktik: Der Lehrgang vermittelte die Fähigkeit, Angriffe mehrerer Flugzeuge zu priorisieren und das Feuer so zu konzentrieren, dass der Pilot zum Abdrehen gezwungen wurde.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Ausbildung der Flak-Leiter für leichte und mittlere Artillerie.
BArch RM 3 / 1024 Akten des O.K.M. zur technischen Ausstattung der Flakschulen und Einführung neuer Visiereinrichtungen.
BArch RM 121 / 642 Personalstammrollen mit Nachweisen über die Qualifikation zum Flak-Leiter (B).
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Flakausbildung und Gerätetechnik).
Rössler, Eberhard: Geschichte des deutschen U-Bootbaus (Details zur Verstärkung der Flak-Bewaffnung auf U-Booten).
Hildebrand, Hans H.: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Kontext zur Bedeutung der Flak-Sicherung für die Flotte).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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