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2. Admiralstabsoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Der '''2. Admiralstabsoffizier''' oder Ib war in höheren Stäben der Kriegsmarine für die Versorgung zuständig. Dem 2. Admiralstabsoffizier unterstand zu diesem Zweck die Quartiermeisterabteilung. Er war für die gesamte Versorgung des Verbandes verantwortlich, sowohl für den Nachschub mit Munition, Verpflegung, Bekleidung usw. wie auch für den Abschub nach hinten (Verwundete, Gefangene, Restgüter usw.). Er musste dauernd über die Lage und Absicht der Verbandsführung unterrichtet sein, um vorausschauende Vorschläge für die Versorgung der Truppe und den Einsatz der Rückwärtigen Dienste machen zu können. Zu seinen Aufgaben gehörten auch Einsatz und Bewegung der Trosse, Straßenbau, Verkehrsregelung und Luftschutz im rückwärtigen Gebiet, Führen einer Lagekarte über den jeweiligen Stand der Versorgung usw. Ihm zur Seite standen sogenannte Fachbearbeiter, die ihre Weisungen vom Ib erhielten.
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| colspan="3" | Der 2. Admiralstabsoffizier (A 2) im Stab eines Befehlshabers (z. B. B.d.U. oder F.d.U.) war ein spezialisierter Stabsoffizier, der für das Nachrichtenwesen, die Feindlagebewertung und die Sicherheitsaufgaben innerhalb des Kommandobereichs verantwortlich war. Der A 2 war das „Auge und Ohr“ des Stabes; er wertete sämtliche Informationen über feindliche Schiffsbewegungen und Abwehrmaßnahmen aus, um dem Befehlshaber eine präzise Grundlage für operative Entscheidungen zu liefern.
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| colspan="3" | Geleitzugortung: Im Stab des B.d.U. (Dönitz) war der A 2 maßgeblich daran beteiligt, die Routen der alliierten Konvois zu rekonstruieren, um die U-Boot-Rudel taktisch günstig zu positionieren.
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zur Stabsstruktur und den Aufgabenbereichen der Admiralstabsoffiziere.
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| BArch RM 20 / 885 || colspan="3" | Akten des B.d.U. zur Organisation der Nachrichten- und Feindlageabteilung (A 2).
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| BArch PERS 6 / [ID] || colspan="3" | Personalunterlagen mit Nachweisen über die Admiralstabsausbildung und Verwendung als A 2.
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Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 12:14 Uhr

Datenblatt 2. Admiralstabsoffizier
Der 2. Admiralstabsoffizier (A 2) im Stab eines Befehlshabers (z. B. B.d.U. oder F.d.U.) war ein spezialisierter Stabsoffizier, der für das Nachrichtenwesen, die Feindlagebewertung und die Sicherheitsaufgaben innerhalb des Kommandobereichs verantwortlich war. Der A 2 war das „Auge und Ohr“ des Stabes; er wertete sämtliche Informationen über feindliche Schiffsbewegungen und Abwehrmaßnahmen aus, um dem Befehlshaber eine präzise Grundlage für operative Entscheidungen zu liefern.
Historischer Kontext & Organisation
Status: Diese Position wurde meist von einem erfahrenen Offizier im Rang eines Kapitänleutnants oder Korvettenkapitäns (mit Admiralstabsausbildung) besetzt.
Aufgaben:
Feindlage: Auswertung von Funkaufklärung (B-Dienst), Agentenmeldungen und Luftaufklärung (z. B. durch den Fliegerführer Atlantik).
Sperrwesen: Überwachung der eigenen und feindlichen Minenlage in Zusammenarbeit mit Einheiten wie dem Netzsperrverband.
Geheimhaltung: Überwachung der eigenen Funkdisziplin und der Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren (Enigma).
Zusammenarbeit: Er arbeitete eng mit dem 3. Admiralstabsoffizier (A 3) zusammen, um Feindlage und Ausbildungserfordernisse abzustimmen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitzugortung: Im Stab des B.d.U. (Dönitz) war der A 2 maßgeblich daran beteiligt, die Routen der alliierten Konvois zu rekonstruieren, um die U-Boot-Rudel taktisch günstig zu positionieren.
Abwehrtaktik: Er analysierte neue feindliche Ortungstechniken (Radar/ASDIC) und gab Empfehlungen für Gegenmaßnahmen an die Frontflottillen weiter.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalakten (BArch PERS 6) kennzeichnet diese Verwendung eine absolute Expertenrolle im Bereich der strategischen Aufklärung. Ehemalige Kommandanten brachten ihre praktische Erfahrung oft in solche Stabsstellen ein.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung zur Stabsstruktur und den Aufgabenbereichen der Admiralstabsoffiziere.
BArch RM 20 / 885 Akten des B.d.U. zur Organisation der Nachrichten- und Feindlageabteilung (A 2).
BArch PERS 6 / [ID] Personalunterlagen mit Nachweisen über die Admiralstabsausbildung und Verwendung als A 2.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Admiralstäbe).
Giessler, Helmuth: Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst (Detaillierte Darstellung der Aufgaben des A 2 im Nachrichtenwesen).
Hessler, Günter: The U-Boat War in the Atlantic (Analyse der operativen Bedeutung der Feindlageauswertung durch den A 2).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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