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Küstenfliegergruppe 606: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Am 01.09.1938 wurde die 2. Staffel der Küstenfliegergruppe 606 durch die Umbenennung der 2. / Küstenfliegergruppe 706 gebildet. Die Staffel war mit der Do 18 ausgerüstet und in Kamp stationiert. Die Staffel wurde am 22. Oktober 1939 zur 2. / Küstenfliegergruppe 906 umbenannt. Am 01.11.1939 wurde in Kiel-Holtenau die Kampfgruppe 606 mit einem Stab und drei Staffeln neu aufgestellt. Ausgerüstet war die Einheit mit der Dornier Do 17 Z . Die Gruppe unterstand dem Führer der Seeluftstreitkräfte Ost. Nach dem Ende des Westfeldzuges wurde die Gruppe in den Westen verlegt. Neben Aufgaben der Seekriegsführung (vor allem Aufklärung im Kanalgebiet) wurde die Gruppe auch gegen Landziele im Süden Englands eingesetzt. Mit Befehl der SKl vom 28.08.1940 wurde ein weiterer Einsatz der Gruppe gegen Landziele in England verboten. Die Gruppe sollte ihre Einsatzbereitschaft für eine spätere Verwendung beim Unternehmen "Seelöwe" aufrecht erhalten. Sie sollte daher nur zur Aufklärung für Zwecke der Seekriegsführung eingesetzt werden. Zwischen Oktober 1941 bis Mai 1942 existierte in Lannion eine Ergänzungskette für die Kampfgruppe. Am 1. September 1942 wurde die Gruppe zur I. Gruppe des Kampfgeschwaders 77 umgewandelt.
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| || colspan="3" | 1939 -Die 2. Staffel der Küstenfliegergruppe 506 unterstand bei Kriegsbeginn dem Stab der Küstenfliegergruppe 706 beim Führer der Seeluftstreitkräfte Ost und wurde von Kamp aus über der Ostsee eingesetzt. Bereits nach zwei Tagen verlegte die Staffel am 3. September nach Hörnum auf Sylt, um unter dem Führer der Luftstreitkräfte West über der Nordsee eingesetzt zu werden. Hier lag die Staffel bis zu ihrer Umbenennung. Ab dem 1. November 1939 lag die neu aufgestellte Kampfgruppe 606 mit ihrem Stab und der 1. - 3. Staffel in Kiel-Holtenau und flog von dort aus Einsätze über der Nordsee.
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! Datenblatt
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! '''Küstenfliegergruppe 606'''
 
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| || colspan="3" | 1940 - Zu Jahresbeginn lag die gesamte Kampfgruppe 606 in Kiel-Holtenau und flog Einsätze über der Nordsee. Am 16. April 1940 wurde die Gruppe dem Führer der Seeluftstreitkräfte Ost unterstellt und zur U-Boots-Jagd im Kattegat und Skagerrak eingesetzt. Am 15. Juli 1941 verlegte die Gruppe nach Westerland und am 31. Juli 1940 nach Lannion in der Bretagne zur Luftflotte 3. Neues Einsatzgebiet wurde der englische Kanal und Südengland.
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| || colspan="3" | 1941 - Die Kampfgruppe 1941 flog auch 1941 Einsätze von Lannion aus. Ab dem 15. März 1941 unterstand sie dem Fliegerführer Atlantik. Ausgerüstet war die Gruppe zwischenzeitlich mit der Ju 88 A-4. Im Dezember 1941 verlegte die Gruppe nach Catania auf Sizilien.
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| colspan="3" | Die Küstenfliegergruppe 606 war ein hochspezialisierter Verband der Luftwaffe, der aufgrund seiner personellen Wurzeln und seiner Aufgaben eng mit der Marine verzahnt war. Sie galt als das „Auge der Flotte“ und war ein entscheidender Partner für die Operationen der U-Boote.
 
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| || colspan="3" | 1942 -Die Kampfgruppe 606 flog 1942 Einsätze über dem Mittelmeer von Catania aus.
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! colspan="3" | Ursprung und Personalstruktur
 
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| colspan="3" | Die Gruppe wurde im Oktober 1939 in Dievenow formiert. Ein Großteil des Führungspersonals und der Beobachter stammte aus der Reichsmarine. Diese Offiziere hatten ihre fachliche Basis in der Beobachterausbildung an der Fliegerschule (See) Parow erhalten. Sie beherrschten den Signaldienst und die maritime Navigation perfekt, was die taktische Zusammenarbeit mit den Seestreitkräften auf ein außergewöhnliches Niveau hob.
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! colspan="3" | Einsatz am Atlantik (1940–1941)
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| colspan="3" | Nach dem Westfeldzug verlegte die Gruppe an die französische Kanalküste und den Atlantik (Stützpunkte Brest und Lannion). Ausgerüstet mit der Dornier Do 17 Z, übernahm sie die Fernaufklärung für den Fliegerführer Atlantik. Die Beobachter lieferten präzise Zieldaten von alliierten Geleitzügen direkt an den Befehlshaber der Unterseeboote. Die Kommandanten verließen sich auf diese Meldungen, um ihre Wolfsrudel-Angriffe zu koordinieren. Zudem sicherte die Gruppe die Ansteuerungswege der U-Boot-Stützpunkte in enger Abstimmung mit dem Führer der Vorpostenboote West.
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! colspan="3" | Einsatz im Mittelmeer (1941)
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| colspan="3" | Ab Februar 1941 wurde die Gruppe zur Unterstützung des Afrikakorps nach Sizilien (Catania) und Libyen (Derna/Bengasi) verlegt. Dort sicherte sie die lebenswichtigen Nachschublinien nach Nordafrika und bekämpfte britische Flottenverbände. Auch hier arbeiteten die Flieger eng mit den dort operierenden U-Booten zusammen. In dieser Phase begann die Umrüstung auf die leistungsstärkere Junkers Ju 88, um den Anforderungen der weiträumigen Seekriegführung gerecht zu werden.
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! colspan="3" | Auflösung und Erbe
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| colspan="3" | Mit der Eingliederung als I. Gruppe in das Kampfgeschwader 100 im Dezember 1941 endete die Eigenständigkeit der Küstenfliegergruppe 606. Das erfahrene Personal wurde oft als Ausbilder an Marineschulen eingesetzt, um Wissen über die Meldeformeln bei Flugzeugsichtung und die Schiffsidentifikation an neue Jahrgänge der Personalreserve weiterzugeben.
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! colspan="3" | Quellenangabe
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| Bundesarchiv, Signatur RL 10/499 & 500 || colspan="3" | Kriegstagebücher Küstenfliegergruppe 606 Atlantik/Mittelmeer. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Direktrecherche Invenio].
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Kuestenfliegergruppen/Kuestenfliegergruppe606-R.htm| → Küstenfliegergruppe 606]
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Aktuelle Version vom 1. Februar 2026, 10:21 Uhr

Datenblatt Küstenfliegergruppe 606
Die Küstenfliegergruppe 606 war ein hochspezialisierter Verband der Luftwaffe, der aufgrund seiner personellen Wurzeln und seiner Aufgaben eng mit der Marine verzahnt war. Sie galt als das „Auge der Flotte“ und war ein entscheidender Partner für die Operationen der U-Boote.
Ursprung und Personalstruktur
Die Gruppe wurde im Oktober 1939 in Dievenow formiert. Ein Großteil des Führungspersonals und der Beobachter stammte aus der Reichsmarine. Diese Offiziere hatten ihre fachliche Basis in der Beobachterausbildung an der Fliegerschule (See) Parow erhalten. Sie beherrschten den Signaldienst und die maritime Navigation perfekt, was die taktische Zusammenarbeit mit den Seestreitkräften auf ein außergewöhnliches Niveau hob.
Einsatz am Atlantik (1940–1941)
Nach dem Westfeldzug verlegte die Gruppe an die französische Kanalküste und den Atlantik (Stützpunkte Brest und Lannion). Ausgerüstet mit der Dornier Do 17 Z, übernahm sie die Fernaufklärung für den Fliegerführer Atlantik. Die Beobachter lieferten präzise Zieldaten von alliierten Geleitzügen direkt an den Befehlshaber der Unterseeboote. Die Kommandanten verließen sich auf diese Meldungen, um ihre Wolfsrudel-Angriffe zu koordinieren. Zudem sicherte die Gruppe die Ansteuerungswege der U-Boot-Stützpunkte in enger Abstimmung mit dem Führer der Vorpostenboote West.
Einsatz im Mittelmeer (1941)
Ab Februar 1941 wurde die Gruppe zur Unterstützung des Afrikakorps nach Sizilien (Catania) und Libyen (Derna/Bengasi) verlegt. Dort sicherte sie die lebenswichtigen Nachschublinien nach Nordafrika und bekämpfte britische Flottenverbände. Auch hier arbeiteten die Flieger eng mit den dort operierenden U-Booten zusammen. In dieser Phase begann die Umrüstung auf die leistungsstärkere Junkers Ju 88, um den Anforderungen der weiträumigen Seekriegführung gerecht zu werden.
Auflösung und Erbe
Mit der Eingliederung als I. Gruppe in das Kampfgeschwader 100 im Dezember 1941 endete die Eigenständigkeit der Küstenfliegergruppe 606. Das erfahrene Personal wurde oft als Ausbilder an Marineschulen eingesetzt, um Wissen über die Meldeformeln bei Flugzeugsichtung und die Schiffsidentifikation an neue Jahrgänge der Personalreserve weiterzugeben.
Quellenangabe
Bundesarchiv, Signatur RL 10/499 & 500 Kriegstagebücher Küstenfliegergruppe 606 Atlantik/Mittelmeer. Direktrecherche Invenio.
Lexikon der Wehrmacht → Küstenfliegergruppe 606
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