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1. Schiffsstammabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die 1. Schiffsstammabteilung wurde im Oktober 1938 in Kiel aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Ostsee und wurde am 01.01.1944 in 1. Marine-Ersatz-Abteilung umbenannt. Die Abteilung stellte mehrere Kontingente für Fronttruppenteile.
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| || colspan="3" | Die 1. Schiffsstammabteilung wurde im Januar 1944 auf dem Dänholm bei Stralsund aus der [[7. Schiffsstammabteilung]] neu aufgestellt. Sie unterstand jetzt dem 1. Schiffsstammregiment. Aufgabe war die [[Grundausbildung]] des Offiziersnachwuchses der Kriegsmarine. Im April 1945 stellte die Abteilung den Ersatz für die 1. Marine-Infanterie-Division. Außerdem stellte die Abteilung ein Marinekontingent für die Kämpfe um Berlin.
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| colspan="3" | Die Struktur der 1. Schiffsstammabteilung (beziehungsweise der I. Schiffsstammabteilung der Ostsee) war nach einem standardisierten militärischen Muster aufgebaut, um die effiziente Ausbildung von mehreren tausend Rekruten gleichzeitig zu ermöglichen.
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | → [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/SchiffsStammAbt/SSA1.htm| 1. Schiffsstammabteilung]
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Aktuelle Version vom 30. Januar 2026, 18:32 Uhr

Datenblatt 1. Schiffsstammabteilung
1. Schiffsstammabteilung (auch I. Schiffsstammabteilung) war eine der ältesten und bedeutendsten Ausbildungseinheiten der Marine, die über Jahrzehnte das personelle Fundament in Kiel bildete.
Historie:
Sie wurde am 01.01.1921 als Teil der Schiffsstammdivision der Ostsee in der Reichsmarine formiert. Ihr Hauptstandort war die traditionsreiche Wiker Kaserne in Kiel.
Umbenennung:
Am 01.01.1944 erfolgte im Zuge einer allgemeinen Reorganisation der Ausbildung die Umbenennung in 1. Marine-Ersatz-Abteilung.
Unterstellung:
Sie unterstand truppendienstlich dem 2. Admiral der Ostseestation (später 2. Admiral der Ostsee).
Grundausbildung:
Die Abteilung war die erste Anlaufstelle für Rekruten nach ihrer Einberufung. Hier absolvierten sie die Grundausbildung, die primär infanteristisch geprägt war (Formaldienst, Waffenausbildung am Karabiner 98k, Geländedienst).
Vorauswahl:
Während der Zeit in der 1. Schiffsstammabteilung erfolgte die erste fachliche Sichtung der Soldaten. Hier wurde entschieden, wer für die Laufbahn der Signalgasten, Maschinisten oder für die U-Boot-Waffe geeignet war.
Personalreserve:
Die Abteilung fungierte als großer Sammelpunkt für die Personalreserve im Bereich der Ostsee. Soldaten, die auf ihre Kommandierung zu Fachlehrgängen wie dem Nachrichtenlehrgang oder dem Torpedooffizierslehrgang warteten, wurden hier administrativ geführt.
Die Struktur der 1. Schiffsstammabteilung (beziehungsweise der I. Schiffsstammabteilung der Ostsee) war nach einem standardisierten militärischen Muster aufgebaut, um die effiziente Ausbildung von mehreren tausend Rekruten gleichzeitig zu ermöglichen.
Abteilungsstab
Der Stab bildete das administrative Gehirn der Abteilung in Kiel-Wik. Er wurde von einem Abteilungskommandeur (meist ein Fregattenkapitän oder Kapitän zur See) geführt. Dem Stab unterstanden der Adjutant für den Dienstbetrieb, der Personaloffizier für die Verwaltung der Stammrollen und der Zahlmeister (Verwaltungsoffizier) für Finanzen und Proviantierung.
Kompanieebene
Die Abteilung gliederte sich in der Regel in vier bis acht Kompanien. Jede Kompanie hatte eine Stärke von etwa 150 bis 250 Mann und wurde von einem Kapitänleutnant oder Oberleutnant zur See als Kompaniechef geleitet.
Ausbildungskompanien:
Diese Einheiten nahmen die Rekruten für die Grundausbildung auf. Hier fand die erste Trennung nach Laufbahnen statt (beispielsweise seemännische Laufbahn für künftige Signalgasten oder technische Laufbahn für künftige Maschinisten der U-Boote).
Stammkompanie:
Sie beherbergte das permanente Funktionspersonal der Abteilung, wie Ausbilder, Sanitätspersonal und Handwerker.
Zugebene
Jede Kompanie unterteilte sich in drei bis vier Züge. Ein Zug wurde von einem Zugführer geleitet, der für die unmittelbare infanteristische Ausbildung und Disziplin der etwa 40 bis 50 Rekruten verantwortlich war. Diese Position war entscheidend für die Vermittlung der militärischen Haltung, bevor die Männer zu Fachschulen oder zur Baubelehrung für den Typ XXI versetzt wurden.
Gruppenebene
Der Zug war die kleinste organisatorische Einheit und bestand aus mehreren Gruppen zu je 10 bis 12 Mann. Die Gruppenführung lag bei einem Maaten oder einem erfahrenen Obermatrosen. In dieser kleinsten Zelle fand der tägliche Drill an der Waffe (Karabiner 98k) und der stubeninterne Dienstunterricht statt.
Sanitätswesen:
Unter Leitung eines Marinearztes für Tauglichkeitsprüfungen.
Personalreserve:
Verwaltung von Soldaten, die auf ihre Kommandierung zum Nachrichtenlehrgang oder Torpedooffizierslehrgang warteten.
Kriegsende:
Im April 1945 wurde der reguläre Ausbildungsbetrieb eingestellt. Das Personal wurde in Marine-Schützen-Bataillone eingegliedert, um den Raum Kiel infanteristisch gegen die herankommenden britischen Truppen zu verteidigen. Mit der Kapitulation im Mai 1945 ging die Abteilung in britische Gefangenschaft über.
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 11 Schiffsstamm-Einheiten der Kriegsmarine - Invenio Online-Recherche. Enthält Gliederungspläne und Stellenbesetzungslisten der I. Schiffsstammabteilung.
Lexikon der Wehrmacht 1. Schiffsstammabteilung
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